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Freiheit für Pablo Hasél - Spanier demonstrieren gegen Gerichtsurteil

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Freiheit für Pablo Hasél - Spanier demonstrieren gegen Gerichtsurteil
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Bei erneuten Protesten gegen die Verhaftung des katalanischen Rappers Pablo Hasél sind in Spanien mehrere Personen verletzt worden. Wie hier in der Hauptstadt Madrid kam es auch in Barcelona und anderswo wieder zu Festnahmen.

Die Proteste entzündeten sich an der Verhaftung des Künstlers am Dienstag. Ein Gericht hatte ihn zuvor zu neun Monaten Gefängnis verurteilt, wegen Verherrlichung terroristischer Taten und wegen Majestätsbeleidigung in seinen Liedern.

"Er darf sagen, was er denkt"

Der Fall des Rappers hat in Spanien eine Debatte über Redefreiheit angestoßen.

"Wenn es nach der Regierung ginge, sollten wir still sein. Aber das können wir nicht. Wir unterstützen Pablo Hasél, er darf sagen, was er denkt", so Xavi, einer der Demonstranten in Barcelona. Der Rapper hatte den abgedankten König Juan Carlos als Dieb bezeichnet. Auch Elenda ist auf die Straße gegangen. Sie sagt: "Das ist nunlogisch. Es geht doch nur um einen Tweet oder einen Song. Und es stimmt ja, was er gesagt hat. Das sollte nicht bestraft werden."

Angriff auf die Rede- und Versammlungsfreiheit?

Amnesty International sieht die Verurteilung des Rappers als den jüngsten Fall in einer ganzen Reihe von Prozessen gegen bekannte Persönlichkeiten. Pablo Hasél ist nicht der Erste, dem Verstöße gegen das Gesetz zur öffentlichen Sicherheit vorgeworfen werden. Dies war 2015 von einer konservativ geführten Regierung erlassen worden.

Kritiker sehen das Gesetz auch als einen Angriff auf die Versammlungsfreiheit. Einige Parteienvertreter haben sich hinter die Demonstrierenden gestellt. Andere verteidigen die Einsatzkräfte und sprechen von Vandalismus.