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Hüftwürfe und schnelle Konter: Judo Grand Slam in Tel Aviv

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Hüftwürfe und schnelle Konter: Judo Grand Slam in Tel Aviv
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Es war ein besonderer Tag für den internationalen Sport und den Frieden in Israel, als am 2. Tag des Judo Grand Slam in Tel Aviv alle Augen auf den Weltmeister von 2018, Saeid Mollaei, gerichtet waren. Er war unser Mann des Tages. Der Iraner zeigte sich in großartiger Form und präsentierte sein gewohnt kraftvollen Kampf-Stil.

Mollaei gilt als Spezialist für schnelle Gegenangriffe. Der 29-Jährige benutzt eine Vielzahl von Techniken und zeigte wieder seine berühmte Leidenschaft, unaufhaltsam bis zum Finale, wo er sich allerdings Sharofiddin Boltaboev aus Usbekistan geschlagen geben musste.

"Zuerst danke an alle, an den Weltverband und an alle Menschen", sagte Mollaei. "Alle Menschen wollen nett zueinander sein. Sport und Politik unterscheiden sich. Ich bin sehr glücklich, jetzt bin ich, wie jeder andere Sportler. Ich bin frei, keine Probleme, keine Politik. Ich bin einfach nur Sportler."

In der Gewichtsklasse bis 63 kg kam es es zu einem slowenischen Finale, das Olympiasiegerin Tina Trstenjak gewann.

Das Finale in der Gewichtsklasse bis 73 kg konnte der Rumäne Alexandru Raicu für sich entscheiden. Er trat gegen den Italiener Antonio Esposito an. Ein schneller Konter brachte die entscheidende Wertung und Raicu seine erste World Tour Medaille überhaupt ein, ein Grand Slam Gold.

In der Klasse bis 70 kg hatte Margaut Pinot einen starken Tag. Mit einem perfekten Würger und einem Seoi Nage stürmte sie zur Goldmedaille.

Nach dem Wettkampf zeigte sie sich dankbar, trotz der Corona-Situation ihren Sport ausüben zu können: "Ich finde, dass wir glücklich sein können, hier zu sein und unsere Turniere fortzusetzen. Auch wenn es ein langes Protokoll mit viel Warterei gibt, viele Tage vor dem Wettkampf. Meiner Meinung nach sind wir sehr glücklich, dieses Leben leben zu können."

Unser Move des Tages war eindeutig ein riesiger Hüftwurf im Kampf um die Bronzemedaille zweier holländischer Judoka in der Klasse bis 70 kg. Das Shlomo-Stadion war in Extase - das Rennen um die Olympiaplätze scheint wieder spannend zu sein.