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Barbara Matic: Weltklasse in Budapest

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Barbara Matic
Barbara Matic   -   Copyright  IJF (Videostandbild)
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Der zweite Wettkampftag des Judo Grand Slam in Budapest war für Tina Trstenjak wieder einmal mit einem Sieg bestückt. Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin aus Slowenien gewann das Finale der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm gegen Anriquelis Barrios aus Venezuela. Es war nicht der erste Sieg der Slowenin in Budapest: Bereits 2015 gewann sie den hiesigen Grand Prix.

Nach acht Monaten Wettkampfpause sei es doch einigermaßen schwierig gewesen, wieder in die Gänge zu kommen, so Trstenjak. Doch sie sei sehr froh, sagte die Siegerin.

Matic: Weltklasse in Budapest

Als 28. der Weltrangliste gehört Barbara Matic nicht zur unmittelbaren Weltspitze in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm, doch in Budapest war sie genau das. Die Kroatin setzte sich im Finale gegen Margaux Pinot aus Frankreich durch - und die steht in der Weltrangsliste auf dem sechsten Platz. Bronze in Budapest gewann Michaela Polleres aus Österreich, sie kämpfte die Weltranglistenführende Marie Eve Gahie nieder.

Türkei gegen Kanada oder Vedat Albayrak gegen Antoine Valois-Fortier hieß die Paarung im Finale der Männer bis 81 Kilogramm. Der Kanadier schien lange die besseren Karten zu besitzen, doch Albayrak war zur Stelle, als sich schon die Verlängerung abzeichnete. Ein Ko-soto gari des Türken brachte ihm in Budapest höchste Ehren ein.

Er habe während des Kampfes auf seinen Augenblick gewartet, so Albayrak nach dem Finale. Und die gewinnbringende Aktion sei zum richtigen Zeitpunkt gekommen, betonte der Türke.

In der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm schloss Rustam Orujow aus Aserbaidschan seine herausragenden Leistungen folgerichtig mit dem Finalsieg ab. Leidtragender war Nils Stump. Der Schweizer musste sich im Kampf um Gold dem zweimaligen Vizeweltmeister und Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2016 geschlagen geben. Orujow legte einen O-uchi-gari vor und bekam für die große Innensichel eine Waza-Ari-Wertung zugesprochen. Stump verlangte ihm jedoch alles ab, erst in den letzten 30 Sekunden des Kampfes erhielt Orujow den zweiten Waza-Ari.

Szofi Ozbas: Ausrufezeichen in der Heimat

Die Entdeckung des Tages war die ungarische Juniorenweltmeisterin Szofi Ozbas. Die 19-Jährige gewann in der Heimat ihre erste Medaille bei den Erwachsenen. Bronze war's in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm. Im vergangenen Jahr wurde sie an Ort und Stelle bereits Fünfte. Doch Edelmetall ist eben doch schöner - und dann noch daheim. Im Juniorinnenalter hat die Ungarin Titel am Fließband abgeräumt, der Grand Slam in Budapest könnte der Ausgangspunkt für viele Erfolge auch bei den Erwachsenen sein.