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Traumjob in Pompeji: Schwabe wird Leiter der Ausgrabungsstätte

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Pompeji im Januar 2021.
Pompeji im Januar 2021.   -   Copyright  Gregorio Borgia/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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Die versunkene Stadt Pompeji, Sehnsuchtsort für Reisende und Archäologen aus aller Welt. Der Touristenmagnet am Golf von Neapel hat nun einen neuen Leiter, den Deutsch-Italiener Gabriel Zuchtriegel.

Traumjob für gebürtigen Schwaben

Der gebürtige Schwabe will das Publikum stärker einbeziehen und gleichzeitig Denkmalschutz großschreiben – denn an Pompeji nagt der Zahn der Zeit.

„Wir leben in einer Zeit, in der Klimawandel und extreme Wetterverhältnisse unser archäologisches Erbe in Gefahr bringen", so Zuchtriegel. "Und wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um es zu schützen und handeln, bevor der Klimawandel Schaden einrichtet.“

Das bereits entdeckte Pompeji schützen, bevor mit neuen Ausgrabungen begonnen wird – so Zuchtriegels Devise.

Von Paestum nach Pompeji

Zuchtriegel ist studierter Archäologe und Altphilologe. Erst seit wenigen Monaten hat der 39-jährige Deutsche auch die italienische Staatsbürgerschaft.

Seit 2015 war er Leiter des Archäologischen Park im italienischen Paestum – dort gelang es ihm, die Besucherzahlen um ein Drittel zu steigern.

Zuchtriegel wurde aus zehn internationalen Kandidaten für den Posten des Museumsdirektors im Pompeji ausgewählt. "Ich habe mich für ihn entschieden, weil er in Paestum unglaubliche Arbeit geleistet hat, und ich bin sicher, dass er es großartig in Pompeji machen wird", sagte Italiens Kulturminister Dario Franceschini in Rom.

Pompeji inklusiver machen

In Pompeji will Zuchtriegel Inklusion zur Priorität seiner Arbeit und die antike Stätte zugänglicher für Menschen mit Behinderung machen.

"Ich habe vor meiner Zeit in Paestum bereits in Pompeji gearbeitet, damals noch im Sekretariat", so der 39-Jährige. "Daher weiß ich, dass mein Job hier eine große Herausforderung wird. Aber ich weiß auch, dass wir ein wunderbares Team haben, sehr kompetente und motivierte Kollegen, und ich glaube, dass wir als Team nur gewinnen können."

Die antike Stätte liegt am Fuße des Vulkans Vesuv. Bei Ausbrüchen im Jahr 79 nach Christus hatten Asche, Schlamm und Lava die Stadt unter sich begraben und teils konserviert. Im 18. Jahrhundert wurde Pompeji wiederentdeckt und ist seither immer wieder Schauplatz sensationeller Funde.