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400 Kilo Kokain: "Poseidon" vereitelt Schmuggel über Pazifik

Von Euronews mit AFP
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Das sichergestellte "Drogen-U-Boot" wurde auf ein Schiff verladen
Das sichergestellte "Drogen-U-Boot" wurde auf ein Schiff verladen   -   Copyright  AFP screengrab
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Die kolumbianischen Streitkräfte haben vor der Südwestküste des Landes ein Halbtaucherschiff mit einer Ladung Kokain aufgebracht.

Das mit drei Außenbordern ausgestattete Boot soll kurz vor der Fertigstellung gestanden haben. Das Militär ist überzeugt, dass das Schiff die illegale Fracht von Kolumbien an die mexikanische Pazifikküste bringen sollte. 400 Kilogramm Kokain wurden sichergestellt. Es gab keine Festnahmen.

Konteradmiral Jose Espitia ist der Kommandant der kolumbianischen Taskforce "Poseidon": "Ein Halbtaucherboot wurde in den Gewässern des Zentralpazifiks beschlagnahmt, während es sich in einem Mündungsgebiet befand, bereit zum Auslaufen, beladen mit vierzehn Säcken Kokainhydrochlorid. Diese Drogenlieferung, die für Mexiko bestimmt war, gehörte zu einer internationalen Drogenbande und zur Struktur 30 Rafael Aguilera der FARC-Dissidenten."

Einsatz auch in Europa

Es ist bereits der neunte Transport dieser Art, der in Kolumbien im laufenden Jahr verhindert wurde. Die Halbtaucherschiffe werden auch als Drogen-U-Boote bezeichnet. Es handelt sich um Einwegboote, die meist im kolumbianischen Dschungel hergestellt werden. Weil sie früher aus Holz und heutzutage aus Glasfaser gefertigt werden, sind sie auf dem Meer schwer zu orten.

Spanische Drogenermittler entdeckten Mitte März das erste offenbar in Europa hergestellte Halbtaucherschiff in einer Lagerhalle in Malaga. Das neun Meter lange Drogen-U-Boot war für zwei Tonnen Fracht ausgelegt.

Ende 2019 wurde an der galicischen Küste ein aus Kolumbien stammendes Halbtaucherschiff mit zwei Tonnen Kokain an Bord aufgebracht.

In Lateinamerika sind die Schnellboote für den Drogenschmuggel erstmals 1993 aufgetaucht.