Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Drogenrazzia in Spanien: Selbstgebautes U-Boot beschlagnahmt

euronews_icons_loading
Das sichergestellte U-Boot
Das sichergestellte U-Boot   -   Copyright  Europol
Schriftgrösse Aa Aa

Es war ein spektakulärer Fund, der der spanischen Polizei geglückt war: In einem Industrielager in Malaga, im Süden des Landes, beschlagnahmten die Beamten ein selbstgebautes U-Boot. Das Untersee-Fahrzeug war angefertigt worden, um Drogen zu schmuggeln.

Diese Art von Schiffen, die für den Drogenschmuggel gebaut wurden, sind in der Vergangenheit häufig im Atlantischen Ozean, insbesondere vor Mittel- und Südamerika, entdeckt worden. Sie liegen tief im Wasser, um schwerer entdeckt werden zu können. Selten können sie jedoch vollständig abtauchen.

Boot als Drogentransport-Schiff

Entdeckt wurde das Schiff bei einer internationalen Drogenrazzia, an der auch die EU-Polizeibehörde Europol beteiligt war. Polizeichef Rafael Pérez erklärte, dass das Boot allerdings noch nicht auf See gewesen sei. "Das Schiff hat schätzungsweise eine Kapazität von zwei Tonnen. Doch wir gehen davon aus, dass es zu einem Mutterschiff auf's offene Meer fahren wollte, um die 2000 Kilogramm Drogen, wahrscheinlich Kokain, zu laden und dann zum Hafen zurückzukehren, um die Ware weiter zu transportieren."

Europol
Sichergestellte DrogenEuropol

Internationale Polizeiaktion

Die Polizeiaktion richtete sich gegen einen mutmaßlichen internationalen Schmugglerring. Bei der Razzia konnten landesweit insgesamt mehrere Hundert Kilogramm Kokain, Haschisch und Marihuana sichergestellt werden. 52 Personen wurden verhaftet.

Laut Polizeiangaben waren auch Beamte aus Kolumbien, den USA, Großbritannien, den Niederlanden und Portugal an der Operation beteiligt.