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Corona in Europa 26.03.: Explodierende Zahlen in Frankreich und Polen

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Die strengen Corona-Maßnahmen in Frankreich greifen ab dem Wochenende in drei weiteren Départements
Die strengen Corona-Maßnahmen in Frankreich greifen ab dem Wochenende in drei weiteren Départements   -   Copyright  Michel Euler/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Während Bewohnerinnen und Bewohner von Paris Stadtflucht betreiben, explodieren landesweit die Coronavirus-Zahlen.

An diesem Donnerstag wurden über 45.600 Neuinfektionen registriert. Das sind 10.600 mehr als vor einer Woche.

Die Regierung bezeichnete die Entwicklung als extrem besorgniserregend und erweiterte die strengen Lockdown-Maßnahmen auf jetzt 19 Départements. Sie gelten zunächst für vier Wochen.

Der Druck auf die Krankenhäuser werde "in den kommenden Tagen weiter steigen", warnte Gesundheitsminister Olivier Véran: "In drei weiteren Départements ist die Situation noch schlimmer geworden. Es werden alarmierende Werte erreicht, der Druck auf die Krankenhäuser und Ärzte in den Städten ist enorm und die Seuchendynamik ist stark. Das betrifft die Départements Nièvre, Rhône und Aube."

In den drei Départements gelten jetzt die selben Regeln wie schon im Großraum Paris, Teilen Nordfrankreichs und der Region rund um Nizza: Der Bewegungsspielraum ist eingegrenzt und nur Geschäfte mit lebensnotwendigen Waren dürfen öffnen. Unverändert ist die nächtliche Ausgangssperre ab 19 Uhr, die landesweit in Kraft bleibt.

Negativ-Rekord in Polen

Polen hat den zweiten Tag in Folge einen neuen Höchststand an Coronavirus-Infektionen verzeichnet. Auch hier sah sich die Regierung zum Eingreifen gezwungen.Unter anderem werden Kindergärten, Möbelhäuser und Schönheitssalons für rund zwei Wochen rund um Ostern geschlossen.

Ministerpräsident Mateusz Morawiecki erläuterte den Schritt: "Heute befindet sich Polen im schwierigsten Moment der Pandemie seit 13 Monaten. Wir müssen das offen sagen und zugeben, dass der Druck der dritten Coronavirus-Welle sehr stark ist. Heute haben wir den höchsten Anstieg an Infektionen registriert - über 34.000."

Fast 12 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht

In Deutschland wurden laut Robert Koch-Institut inzwischen fast 12 Millionen Impfdosen verabreicht. Bei den Erstimpfungen liegt Bremen vor Thüringen und Schleswig-Holstein, bei den Zweitimpfungen ist Thüringen Spitzenreiter.

Robert Koch-Institut
Impfquoten in den deutschen BundesländernRobert Koch-Institut

Die Impfungen mit dem AstraZeneca-Vakzin sind auch auf dem Kölner Messegelände wieder aufgenommen worden.

Das britisch-schwedische Unternehmen präsentierte eine neue Analyse, wonach sein Impfstoff eine Wirksamkeit von 76 Prozent habe. Bei über 65-Jährigen seien es 85 Prozent. Die Daten basieren auf einer sogenannten Phase-III-Studie mit etwa 32.500 Probanden.

Geht Dänemark auf Nummer sicher?

Schweden gab den Impfstoff jetzt auch für über 65-Jährige frei. Dänemark bleibt skeptisch und verlängerte die Aussetzung der AstraZeneca-Impfungen um drei Wochen, um genauere Zusammenhänge zwischen dem Vakzin und Blutgerinnseln in Hirnvenen zu klären.