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Neues BioNTech-Werk Marburg: 1 Milliarde Impfdosen pro Jahr angepeilt

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Impfstoff-Herstellung in Marburg
Impfstoff-Herstellung in Marburg   -   Copyright  Michael Probst/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Rund um die Uhr laufen hier die Gerätschaften, die 400 Angestellten sorgen im Schichtdienst für die fortlaufende Herstellung des Covid-19-Impfstoffes. Das deutsche Unternehmen BioNTech hat im mittelhessischen Marburg ein neues Werk in Betrieb genommen.

Valeska Schilling, die BioNTech-Produktionsleiterin in Marburg, erläutert: „In der ersten Jahreshälfte haben wir in Marburg 250 Millionen Dosen als Ziel. Sobald alles läuft, liegt die Höchstherstellungsmenge bei jährlich bis zu einer Milliarde Dosen."

Das Mittel enthält den Botenstoff mRna. Dessen Herstellung ist in der Laborarbeit nicht neu.

Laut Robert-Koch-Institut ist mRna „die ‚Bauanleitung‘ für jedes einzelne Eiweiß des Körpers.“ Das RKI erläutert: „Die im Impfstoff enthaltene mRNA wird nicht ins menschliche Erbgut eingebaut, sondern im Körper nach einigen Tagen abgebaut. Dann wird auch kein Viruseiweiß mehr hergestellt.“

„Dieser Vorgang ist seit Langem bekannt - aber nicht für Arzneimittel und die Herstellung im großen Stil. Das macht es aus wissenschaftlicher Sicht spannend. Spannend ist auch die Herstellung der großen Mengen in solch kurzer Zeit“, so Schilling.

Wochenenden und freie Tage gibt es in Marburg deshalb nicht. In der zweiten Hälfte des Monats April sollen die ersten Fläschchen mit dem Impfstoff ausgeliefert werden.