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England impft sich aus der Krise, WHO besorgt über Corona-Zahlen weltweit

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Von Euronews mit dpa, afp
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England impft sich aus der Krise, WHO besorgt über Corona-Zahlen weltweit
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Fast vier Monate lang haben die Briten auf ihr geliebtes Pint verzichten müssen. Jetzt dürfen Pubs und Restaurants draußen wieder Tische aufstellen – und der Ansturm ist groß, trotz kalten Temperaturen.

Aufatmen in England

Auch vor Geschäften, Haarsalons und Fitnesstudios bilden sich lange Schlangen. Die ersten Schritte zurück Richtung Normalität. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in England bei knapp 30, in ganzen Vereinigten Königreich sogar nur bei rund 17. 60 Prozent aller Briten wurden bereits mindestens einmal geimpft.

Für Premier Boris Johnson kein Grund zur Entwarnung. Er rief seine Landsleute auf, vorsichtig zu bleiben und nicht über die Stränge zu schlagen. Kontaktbeschränkungen bleiben in Kraft, Auslandsurlaub und Treffen in geschlossenen Räumen verboten.

Niederlande proben Rückkehr zur Normalität

Auch die WHO warnt: Weltweit befinde man sich gerade an einem kritischen Punkt. "In der vergangenen Woche ist die Zahl der Neuinfektionen weltweit um neun Prozent gestiegen", sagte WHO-Corona-Expertin Maria Van Kerkhove in Genf. "Damit geht sie die siebte Woche in Folge nach oben, genau wie die Zahl der Todesfälle. Das ist nicht die Richtung, in die wir gehen sollten, wir müssen das ernst nehmen."

In den Niederlanden wird zwar noch nicht gelockert, aber die Rückkehr ins öffentliche Leben zumindest schon geprobt. So durften 200 Menschen zu einem Urlaubsexperiment nach Griechenland ausreisen. Bedingung: Ein negativer Test und sie dürfen den Urlaubsort während des Aufenthalts nicht verlassen.

Die Vorfreude bei den Urlaubern ist trotzdem riesig. "Im schlimmsten Fall liege ich die ganze Woche auf meinem aufblasbaren Flamingo im Pool und schlürfe Cocktails", sagt eine Frau am Flughafen in Amsterdam.

Anderswo in Europa ist an Lockerungen oder Sommerurlaub nicht zu denken. Die tschechische Regierung hat Treffen von mehr als zwei Personen untersagt und in Wien und Niederösterreich wird der harte Lockdown bis zum 2. Mai verlängert.