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Merkel: Automatische Notbremse "überfällig, denn die Lage ist ernst"

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Von Euronews mit AP
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Angela Merkel an diesem Dienstag in Berlin
Angela Merkel an diesem Dienstag in Berlin   -   Copyright  Annegret Hilse/(c) Pool via AP

Angela Merkel bringt die Republik auf Linie: Die deutsche Bundesregierung hat die von vielen vermissten, von vielen anderen kritisierten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes beschlossen, um die unaufhörlich steigenden Coronavirus-Infektionszahlen einzudämmen.

Kommende Woche soll der Bundestag zustimmen, danach der Bundesrat. Mit großen Verzögerungen wird nicht gerechnet.

Dass bald Regelungen wie nächtliche Ausgangsbeschränkungen auf Bundesebene gelten sollen, stößt nicht überall au´f Gegenliebe.

Ein Passant sagte in Berlin: "Find ich bundeseinheitlich Quatsch. Völliger Blödsinn. Das sollen die Regionen selbst entscheiden. Die wissen doch am besten, wie es um den Bevölkerungsschutz steht. Eiun ganzes Land in den Lockdown zu setzten, Ausgangssperre...halt ich für völlig übertrieben. Ich weiß auch gar nicht, ob das verfassungsrechtlich erlaubt ist."

Eine Frau mittleren Alters meinte in Berlin: "Also, ich finde das ganz furchtbar. Wir kommen gerade von der Demo, sind dagegegn auf die Straße gegangen. Und ich finde, das ist eine ganz große Gefahr für die Demokratie. Also, wenn eine Person entscheidet, was wir zu tun und zu lassen haben. Das ist für mich ganz gruselig."

Ministerwechsel in Wien

Wachablösung in Wien: Der praktizierende Arzt Wolfgang Mückstein ersetzt Gesundheitsminister Rudolf Anschober, der nach einem Kreislaufkollaps durch Überarbeitung seinen Rücktritt erklärte. Anschober sagte zu dem, er habe sich als Mahner vor zu schnellen Öffnungen in der dritten Corona-Welle zuletzt oft sehr allein gefühlt. Ferner leide er seit Monaten unter Morddrohungen.

Kampanien: Arbeiter vor!

National an einem Strang ziehen ist auch in Italien nicht jedermanns Sache. Der Präsident der südlichen Region Kampanien Vincenzo De Luca, überregional bekannt als der Sheriff wegen seines Hangs zu Law and Order, widersetzt sich Anordnungen von höchster Stelle. Obwohl Ältere über 60 Impf-Vorrang haben sollen, will De Luca Arbeitern den Vortritt lassen oder zumindest gleichbehandeln, um die regionale Wirtschaft am Laufen zu lassen.

"Vaccidrive" bei Montpellier

Was in den USA schon ein gewohntes Bild ist, ist nun auch in Frankreich möglich: In Saint-Jean-de-Védas bei Montpellier hat des Landes erste Drive-In-Impfstation eröffent. Zwischen hundert und 200 Impfungen pro Tag sind hier machbar.

Apotheken in Frankreich verkaufen jetzt Selbsttests zu staatlichenStaffelpreisen. Bis Mitte Mai kosten sie sechs Euro pro Stück, danach nur noch 5,20 Euro. Bedürftige bekommen sie umsonst.

Ungarn geht Risiko

Entgegen den Rat vieler Experten hat die ungarische Regierung Alltagsbeschränkungen gelockert. Das Land ist EU-Spitzenreiter bei der Anzahl der Impfungen, hat aber auch eine der höchsten Covid-19-Sterberaten weltweit.