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Weibliche Preisträger dominieren Brit Awards live vor 4.000 Menschen

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Die Band Little Mix
Die Band Little Mix   -   Copyright  JOHN MARSHALL/AFP
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Das erste Mal seit der Corona-Pandemie konnten Menschen in Großbritannien wieder Stars und Musik live auf der Bühne erleben. Vor 4.000 Zuschauern wurden am Dienstag in London die Brit Awards verliehen - ohne Masken und Abstand, dafür mit negativem Covid-Test.

Die Verleihung des wichtigsten britische Musikpreises soll ein Modell für künftige Massenveranstaltungen unter Pandemiebedingungen sein. In den Zuschauerrängen: 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des britischen Gesundheitsystems. Sie hatten die Eintrittskarte als Dankeschön für ihren Einsatz in der Pandemie bekommen.

Die Popsängerin Dua Lipa wurde als beste britische Künstlerin ausgezeichnet. Auch der Preis für das Album des Jahres ging an die 25-Jährige für "Future Nostalgia". Die Londonerin war damit die Gewinnerin des Abends.

Wir sollten Boris eine Botschaft schicken, dass wir alle eine faire Bezahlung unserer Frontkräfte unterstützen.
Popsängerin Dua Lipa

Ihre Dankesrede nutzte Dua Lipa für eine Botschaft an Premierminister Boris Johnson. Es sei schön, dass wir alle für sie klatschen, sagte sie an das medizinische Personal unter den Zuschauern in der Halle gerichtet. "Aber wir müssten sie auch bezahlen", so Dua Lipa. "Wir sollten Boris eine Botschaft schicken, dass wir alle eine faire Bezahlung unserer Frontkräfte unterstützen."

Beste britische Band wurde das Frauentrio Little Mix. Den Preis als beste Newcomerin erhielt die Sängerin Arlo Parks.

Sogar der amerikanische Superstar Taylor Swift kam nach London. Sie wurde mit dem "Global Icon Award" ausgezeichnet, einen Ehrenpreis, den vor ihr nur Elton John, David Bowie und Robbie Williams erhielten.

Bei den diesjährigen Brit Awards dominierten weibliche Preisträger. Insgesamt konnten sich in diesem Jahr bei den wichtigsten britischen Musikpreisen viele Frauen durchsetzen. In den gemischten Kategorien wurden fast ausschließlich Künstlerinnen geehrt. Im vergangenen Jahr war eine starke Ausrichtung auf männliche Künstler kritisiert worden.

Als bester männlicher Künstler wurde der Rapper J Hus geehrt. Weitere Gewinner des Abends waren der Rapper J Hus, der den Preis als bester britischer Künstler bekam, und Sänger Harry Styles, der für seine Single "Watermelon Sugar" ausgezeichnet wurde.