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Mietpreise verdoppelt: Proteste gegen "Mietenwahnsinn" in Berlin

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Von Euronews mit afp, dpa
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Tausende Menschen zogen am Pfingstsonntag durch Berlin
Tausende Menschen zogen am Pfingstsonntag durch Berlin   -   Copyright  Christoph Soeder/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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"Stoppt den Mietenwahnsinn": Mit Parolen wie diesen sind in Berlin Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Durch die steigenden Mietpreise würden sozial Schwache aus der Hauptstadt verdrängt, so die Kritik der Demonstrierenden.

Mietendeckel wiedereinführen

Ihre Forderung: Die Wiedereinführung des Berliner Mietendeckels - und zwar für ganz Deutschland. Das Bundesverfassungsgericht hatte ihn im April gekippt. Die Begründung: Mieten zu deckeln sei nicht Aufgabe der Länder, sondern des Bundes.

Geklagt hatten CDU und FDP. Sie sagen, der Mietendeckel würde Investitionen und Neubau hemmen.

Die Berliner Mieterinnen und Mieter sehen das anders. Vielen von ihnen drohen durch die Streichung des Mietendeckels hohe Nachzahlungen.

Mietpreise in Berlin haben sich verdoppelt

Detlef Bahr ist zur Demo gekommen, um nicht nur bezahlbare Mieten sondern auch mehr neue Wohnungen zu fordern. "Berlin wächst nach und nach und da führt kein Weg dran vorbei, dass es ein staatliches, soziales Wohnungsbauprogramm geben muss."

Eine andere Demonstrantin sagt: "Ich finde wir müssen so viel Druck erzeugen, mit Demonstrationen und andere Aktionen, dass die Politik, die politischen Verantwortlichen gezwungen sind, Einfluss auszuüben auf die großen Wohnkonzerne."

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Mietpreise in Berlin verdoppelt - von fünf auf fast zehn Euro pro Quadratmeter heute.