Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Oppositionelle hinter Gittern: Nawalny solidarisiert sich mit Leidgenossen

euronews_icons_loading
Der russische Oppositionelle Alexej Nawalny bei einer Videoanhörung vor Gericht
Der russische Oppositionelle Alexej Nawalny bei einer Videoanhörung vor Gericht   -   Copyright  Alexander Zemlianichenko/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

Ein Gericht in der russischen Stadt Petushki hat eine Klage des Regierungskritikers Alexej Nawalny gegen seine Haftumstände und nächtliche Kontrollen im Straflager abgewiesen.

Nawalny war per Video zugeschaltet. Sein Anwalt kündigte an, Berufung gegen die Zurückweisung der Klage einzulegen.

Nawalny schilderte die nächtlichen Kontrollen im Straflager während der Videoschaltung wie folgt: "Eine solche Kontrolle geschieht so, dass jeder leidet. Ein spezieller Mitarbeiter muss tagsüber alle zwei Stunden zu mir hochkommen, um mich zu kontrollieren und den Videorekorder einzuschalten. Der Mitarbeiter muss auch in der Nacht zu mir kommen, anstatt etwas anderes zu tun. Der Personalchef muss zu mir hochkommen usw. Das ist eine seltsame Prozedur, die niemand braucht."

Solidarität unter Oppositionellen

Nawalny solidarisierte sich über soziale Medien mit dem am Montag festgenommenen Oppositionellen Andrej Piwowarow.

Ein Gericht in der südrussischen Stadt Krasnodar ordnete zwei Monate Untersuchungshaft an. Gegen den 39-Jährigen werde wegen der Beteiligung an einer in Russland unerwünschten Organisation ermittelt.

Dafür drohen ihm offenbar mehrere Jahre Gefängnis. Piwowarow hatte bis vor kurzem die regierungskritische Organisation "Offenes Russland" geleitet, die zur unerwünschten Organisation erklärt wurde, was einem Verbot gleichkommt.

"Offenes Russland wird von dem im Ausland lebenden russischen Oppositionellen Michail Chodorkowski unterstützt.