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Favelas in Rio: "Stromrechnungen sind absurd hoch"

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Favelas in Rio: "Stromrechnungen sind absurd hoch"
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Der internationale Weltumwelttag am 5. Juni soll weitweit an den Schutz der Umwelt erinnern - auch und besonders dort, wo in Sachen Umweltschutz Nachholbedarf besteht.

In den Favelas von Rio de Janeiro leiden die Menschen unter der Last hoher Strompreise. In den informellen Siedlungen um die Metropole sind öffentliche und private Dienstleistungen oft nicht zugänglich. Eine NGO bietet der armen Bevölkerung eine günstigere und nachhaltige Energiequelle und installiert Solarpaneelen auf den Dächern der Häuser.

Bibiana Gonzales betreibt ein kleines Hostel in der Favela Babilonia, sie sagt: "Viele Menschen, viele Familien in der Favela zahlen Energierechnungen, aber die Kosten sind so hoch, dass es absurd ist. Als die Sonnenkollektoren in Betrieb genommen wurden, sahen wir, wie die Kosten von 800, 900 Reais auf 300 Reais sanken, das war wie Magie."

Neben der Installation von Solaranlagen bietet die NRO Revolusolarden Bewohnern auch eine Berufsausbildung zum Elektriker mit Spezialisierung auf Solarenergie. Außerdem stellt die NGO Lehrmaterial für Kinder zur Verfügung, das ihnen die Bedeutung von erneuerbaren Energien und der Umwelt vermittelt.

Valdinei Medina von Revolusolar ist stolz darauf, dass das Projekt auch im Pandemiejahr 2020 so gut lief: "Wir haben der Welt gezeigt, dass wir es in der Pandemie, in der alle arbeitslos waren, Menschen qualifizieren und beschäftigen konnten, wir haben es geschafft, eine eine Anlage zu bauen, die 36 Familien hilft."

Das Projekt startete 2016 mit zwei Wohngebäuden in der Favela. Im Jahr 2019 erhielt eine öffentliche Schule Solarpaneele, die laut Valdinei Medina rund 6.000 Reais pro Jahr an Stromkosten eingespart haben. Die jüngste Installation, eine kleine Solaranlage, wird 36 lokalen Familien helfen.