Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Schweres Zugunglück in Pakistan

Von Julika Herzog mit dpa
euronews_icons_loading
Schweres Zugunglück in Pakistan
Copyright  Waleed Saddique/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

Bei einem schweren Zugunglück in Pakistan sind mindestens 41 Menschen getötet worden und über 100 weitere verletzt.

Demnach entgleiste am frühen Morgen (Ortszeit) in der Provinz Sindh im Süden Pakistans ein Zug, der aus der Hafenstadt Karachi kam. Mehrere Waggons fielen auf daneben liegende Gleise. Ein zweiter Zug kollidierte kurz darauf frontal mit diesen. Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigt.

An Bord der beiden Züge befanden sich nach Angaben der pakistanischen Bahn etwa gut 1000 Fahrgäste. Die Verletzten wurden in nahe liegende Krankenhäuer gebracht, viele schweben weiter in Lebensgefahr.

Beide Gleise seien nach dem Unfall gesperrt worden. Rettungskräfte hätten nach mehreren Stunden intensiven Einsatzes von schweren Maschinen und Stahlschneidern Leichen und verletzte Passagiere aus dem Wrack gezogen, sagte ein Sprecher der weiter. Die Rettungsaktion sei mittlerweile abgeschlossen.

Lokale Medien berichteten, es habe einige Stunden gedauert, bis Rettungskräfte die Unglücksstelle erreichten. Die pakistanische Armee entsandte Truppen, zwei Hubschrauber, Ärzte und Sanitäter, um die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen zu unterstützen, wie das Militär mitteilte.

Der pakistanische Premierminister Imran Khan sagte, er sei «schockiert» über den Unfall. Er habe Untersuchungen zur Sicherheit der Eisenbahnen angeordnet.

Die Ursache für den Unfall ist bisher ungeklärt. Dem Informationsminister Fawad Hussain zufolge sind Untersuchungen im Gange, um herauszufinden, ob es sich bei der Unfallursache um einen «terroristischen Akt» oder um menschliches oder technisches Versagen handelte.

Tödliche Zugunfälle sind in Pakistan keine Seltenheit, das Eisenbahnnetz stammt noch aus der Kolonialzeit und wurde seither kaum erneuert.