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2. Amtsperiode: Guterres vom Sicherheitsrat nominiert

Von euronews
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Guterres bei Gesprächen in Moskau im Mai 2021
Guterres bei Gesprächen in Moskau im Mai 2021   -   Copyright  MAXIM SHEMETOV/AFP
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Der UN-Sicherheitsrat hat Generalsekretär Antonio Guterres einstimmig für eine zweite Amtszeit nominiert. Seine Wiederwahl muss aber noch durch die Generalversammlung bestätigt werden. Die Empfehlung des Rates gilt als entscheidende Hürde für den 72-jährigen Portugiesen, um von der Vollversammlung für fünf weitere Jahre im höchsten UN-Amt bestätigt zu werden.

Während des Bewerbungsverfahrens hatte der Portugiese betont, dass er sich weiter auf die großen globalen Probleme wie die Klimakrise, Armut und Ungleichheit konzentrieren wolle.

Guterres hatte in den vergangenen fünf Jahren ein gutes Verhältnis zu den mächtigen Vetomächten USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich aufgebaut, zudem gab es keinen offiziellen Gegenkandidaten. Für den 18. Juni ist eine Sitzung der Generalversammlung geplant, bei der Guterres bestätigt werden soll.

Guterres gilt als scharfsinniger Politiker, aber auch als vorsichtiger Vermittler - Kritiker nennen ihn zaghaft - in internationalen Konflikten. Das liegt Experten zufolge auch daran, dass Guterres sich in den vergangenen fünf Jahren angesichts der Angriffe von US-Präsident Donald Trump gegen die UN «im Überlebenskampf» befunden habe.

Mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden hat der UN-Chef deutlich mehr gemeinsam - vor allem beim Kampf gegen den Klimawandel. Die neue Amtsperiode des UN-Chefs startet am 1. Januar 2022 und dauert fünf Jahre. Die neun bisherigen Generalsekretäre der Vereinten Nationen waren allesamt Männer, vier von ihnen kamen aus Europa. Guterres führt die Welt-Organisation seit 2017.