Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Goldene Morgenröte: Flüchtiger Parteivize Pappas in Athen gefasst

Access to the comments Kommentare
Von Euronews mit AP, dpa
euronews_icons_loading
Cristos Pappas in Handschellen auf dem Rücksitz eines Polizeiautos in Athen
Cristos Pappas in Handschellen auf dem Rücksitz eines Polizeiautos in Athen   -   Copyright  Petros Giannakouris/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.

Das Ende einer aufsehenerregenden Flucht auf der Rückbank eines kleinen Polizeiautos: In Athen ist der Vizevorsitzende der rechtsextremen Partei Goldene Morgenröte, Cristos Pappas, gefasst worden.

Ein griechisches Gericht hatte ihn vor knapp neun Monaten zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Unmittelbar davor war der 59-Jährige abgetaucht. Um seinen Aufenthaltsort hatten sich viele Gerüchte gerankt. Tatsächlich lebte er unter falschem Namen in einem Athener Domizil. Eine ebenfalls festgenommene Ukrainerin (52) soll ihm Unterschlupf gewährt haben.

Der Rechtsanwalt von Pappas, Pericles Stavrianakis, gab vor Medienvertretern Auskunft über die Vernehmung seines Mandanten: "Herr Pappas behauptet, er sei an dem Haus vorbeigegangen. Die Frau, die dort war, wird heute vor Gericht gestellt, weil sie einen Kriminellen begünstigt hat."

Die Goldene Morgenröte war im vergangenen Jahr als kriminelle Vereinigung eingestuft worden. Wegen ihrer Gründung wurden Haftstrafen gegen die gesamte Parteispitze verhängt.

Minister lobt "hohe Professionalität"

Der griechische Minister für Zivilschutz Michalis Chrysohoides, lobte den Fahndungserfolg gegenüber dem griechischen Staatsfernsehen: "Die hohe Professionalität der griechischen Polizei und ihre Hingabe an die Pflichterfüllung bringen Ergebnisse. Dies wird nicht nur von denen gesehen, die nach Zweckmäßigkeit urteilen."

Der Parteivorsitzende Nikos Michaloliakos verbüßt eine lebenslange Haftstrafe. Er hatte 2013 einen Rap-Musiker erstochen.

Die Goldene Morgenröte war jahrelang im griechischen Parlament vertreten, zeitweilig sogar als drittstärkste Kraft. Bei der Wahl 2019 scheiterte sie an der Drei-Prozent-Klausel.