Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Zuma will nicht hinter Gitter: "Das wäre mein Todesurteil"

Von Euronews mit dpa, AP
euronews_icons_loading
Zuma am Wochenende inmitten seiner Anhänger
Zuma am Wochenende inmitten seiner Anhänger   -   Copyright  AP/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

“Jacob Zuma geht nicht ins Gefängnis”, davon sind die Anhänger des südafrikanischen Ex-Präsidenten überzeugt. Singend und tanzend zogen sie am Wochenende vor Zumas Anwesen in der Provinz KwaZulu-Natal, um ihm ihre Unterstützung kundzutun.

Wegen Alter und Gesundheit: Zuma fordert Annullierung der Strafe

Zuma hatte sich mehrmals geweigert, in einer Korruptionsaffäre vor Gericht auszusagen. Deshalb ist er vom Verfassungsgericht zu 15 Monaten Haft verurteilt worden. Der 79-Jährige fordert die Annullierung der Strafe.

"Ich bitte nicht um Mitleid, sondern um Gerechtigkeit" so Zuma am Sonntag vor seinen Anhängern. "Mein Alter, mein Gesundheitszustand und alle anderen mildernden Umstände sind nicht berücksichtigt worden, als die Haftstrafe gegen mich beschlossen wurde."

Ihn auf dem Höhepunkt einer Pandemie in seinem Alter ins Gefängnis zu schicken komme einem Todesurteil gleich, so Zuma weiter.

Mit diesen Argumenten konnte der ehemalige Staatschef nun einen Teilerfolg erzielen. Eigentlich sollte er schon seit gestern im Gefängnis sitzen, doch das Oberste Gericht hat den Haftantritt um eine Woche verschoben, um Zumas Bedenken zu überprüfen.

Zumas Amtszeit von 2009 bis 2018 war von Korruptionsvorwürfen überschattet. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ein ehemaliger Präsident Südafrikas zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.