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Corona-Pandemie: Klassik-Konzerte für glückliche Kühe

Ein Cellist in Dänemark machte aus der Not eine Tugend: da er während der Corona-Pandemie nicht auftreten konnte, entschied er sich dafür, seine Konzerte vor tierischem Publikum fortzusetzen. Jacob Shaw, britischer Musiker und Leiter der örtlichen Musikschule, spielt Klassik vor Kühen.

Im Herbst überzeugte er einen musikbegeisterten Landwirt, seine Rinder mit klassischer Musik zu beschallen, um ihr Wohlbefinden zu verbessern.

"Als er mir davon erzählte, fand ich das nicht verrückt, sondern eher spannend. Ich spüre die beruhigende Wirkung von Musik auf meinen eigenen Körper, also dachte ich, dass es bei den Kühen genauso sein würde, und ich hatte Recht", erklärt Landwirt Mogens Haugaard.

Zunächst wurden die Rinder über Lautsprecher, die im Winter in ihrem Stall installiert wurden, mit dem klassischen Repertoire vertraut gemacht - den Tieren schien die Musik zu gefallen.

Inzwischen spielt der Cellist direkt vor den Tieren - Shaw meint, es entspanne sie. Manchmal begleiten ihn dabei sogar Gastmusiker, denen ein Konzert unter freiem Himmel hilft, Stress abzubauen.

Am Ende des fünfzehnminütigen Konzerts, dem zweiten des Tages für die Rinder, grasen Kälber und Kühe ruhig auf der Weide und warten geduldig.

"Es wird in den nächsten Jahren sehr interessant werden: ihre Kinder und die Kinder ihrer Kinder werden mit klassischer Musik aufwachsen (...) das Normale für eine Kuh auf dieser Weide ist es, Musik zu hören", erklärt Shaw.

Inzwischen sind die Konzertsäle wieder offen. Doch Pläne, mit seinen Kuh-Konzerten aufzuhören hat Shaw übrigens nicht.