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Gefahr gebannt? Innerer Zaun rund um US-Kapitol wird abgebaut

Von Euronews mit AP /DPA
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Zaun und Schilder rund um das Gebäude weichen
Zaun und Schilder rund um das Gebäude weichen   -   Copyright  Andrew Harnik/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Mehr als sechs Monate nach dem Sturm von Trump-Anhängern auf das US-Kapitol in Washington haben die Behörden mit dem Abbau des noch vorhandenen inneren Schutzzauns rund um das Gebäude begonnen.

Zugangsbeschränkungen und Kontrollen bleiben jedoch weiterhin bestehen. Das gesamte Areal war nach dem Angriff am 6. Januar festungsartig abgeschirmt worden.

Ein mit der Mehrheit der Demokraten beschlossener Ausschuss im US-Repräsentantenhaus soll demnächst die gewaltsame Erstürmung des Kapitols untersuchen, die Republikaner hatten sich nahezu geschlossen dagegen gestellt.

Rechtsradikale Elemente die weitaus größte Gefahr

Der demokratische Abgeordnete Bennie Thompson, der den Ausschuss leitet, sagt zu dem Abbau des Schutzzauns, er hoffe, dass diejenigen, die diese Entscheidung getroffen hätten, dazu der Lage seien, Kongressmitglieder und -mitarbeiter davon zu überzeugen, dass die Gefahr, die am 6. Januar bestand, gebannt sei.

Ausgehend von Statistiken, die ihm das FBI vorgelegt habe, seien rechtsradikale Elemente in den USA die weitaus größte Bedrohung. Diese Erkenntnis und die Geschehnisse vom 6. Januar zeigten ihm, dass die Arbeit des Untersuchungsausschusses von größter Bedeutung sei.

Mehr als 500 Festnahmen

Laut FBI sind im Zusammenhang mit dem Angriff mehr als 500 Menschen festgenommen worden. Die Öffentlichkeit wird weiterhin dazu ermutigt, Tipps zu geben, um weitere Verdächtige zu identifizieren.

Das FBI sucht auch ein halbes Jahr danach noch nach Menschen, die beschuldigt werden, damals Polizisten angegriffen zu haben.

Bei dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist.

Trump musste sich wegen des Angriffs einem Amtsenthebungsverfahren stellen, weil er seine Anhänger zuvor in einer Rede aufgestachelt hatte, wurde aber am Ende des Verfahrens im Senat freigesprochen.

"Existenzielle Krise"

Der aktuelle US-Präsident Joe Biden bezeichnet die Attacke als eine "existenzielle Krise". Obwohl der Angriff die Nation und die Welt schockiert habe, könne man sechs Monate später eindeutig sagen, dass die Demokratie gesiegt habe und dass alle weiter daran arbeiten müssen, sie zu schützen und zu bewahren. Dafür müsse Hass, Lügen und Extremismus die Stirn geboten werden.