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Hoch lebe die Vernunft - Engländer feiern den "Freedom Day"

Hoch lebe die Vernunft - Engländer feiern den "Freedom Day"
Copyright Alberto Pezzali/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Von su mit AP, AFP
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Trotz dramatisch steigender Infektionszahlen sind in England fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben worden. Premierminister Boris Johnson setzt auf die Eigenverantwortung der Menschen.

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Masken, Abstand, begrenzte Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen: Alles freiwillig. Trotz dramatisch steigender Infektionszahlen sind am Montag in England fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben worden. Premierminister Boris Johnson setzt auf die Eigenverantwortung der Menschen. Doch Experten warnen, dass die Situation trotz hoher Impfquote außer Kontrolle geraten könnte: Bereits jetzt werden täglich teilweise mehr als 50.000 Fälle registriert, beinahe so viele wie zum Höhepunkt der zweiten Welle zum Jahreswechsel.

Trotzdem öffneten die Nachtclubs von London bis Liverpool mit einem Paukenschlag nach 17 Monaten leerer Tanzflächen. Tausende junge Leute machten die Nacht durch.

Ein paar Stimmen aus London:

Davina Presad, 37, eine Clubbesucherin:

"Die Energie, den ganzen Stress loslassen, nach so langer Zeit im Home Office, das wird großartig."

Dylan Evans: "Ich mache mir nur Sorgen, dass wir danach wieder zurück müssen in einen weiteren Lockdown."

Katie Lynch: "Also machen wir das Beste daraus."

Epidemiologen wie Neil Ferguson fürchten die Grenzen von Vernunft und Eigenverantwortung: Täglich 100.000 neue Fälle seien möglich. „Ich meine, es ist fast sicher, dass wir auf bis zu 1.000 Krankenhauseinweisungen täglich kommen werden“. Möglich sei aber sogar das Doppelte. Das könnte das staatliche Gesundheitssystem NHS wieder an seine Grenzen bringen.

DER MORGEN DANACH

Alan Margetts, Chef einer Möbelfirma:

"Wir sollten weiter Masken tragen. Ich komme gerade aus Brighton, etwa eine Stunde mit dem Zug, und ich war wirklich froh, dass die meisten Leute im Zug noch Maske trugen. Und ich meine, für vieles ist es jetzt wirklich noch zu früh – in Nachtclubs gehen und sowas".

Sam Burgess, Sozialarbeiterin:

„Die Beschränkungen sollten aufgehoben werden. Wir müssen mit diesem Virus leben, aber ich finde, wir sollten weiter Masken tragen in geschlossenen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln."

Tatsache ist: Die Zahl der schwer Erkrankten und der an und mit Covid Gestorbenen ist bislang viel geringer als in früheren Wellen. Inzwischen sind 68 Prozent der Erwachsenen doppelt geimpft, 88 Prozent einfach. Doch gerade unter den Jüngeren sind viele nicht geschützt. Dort grassiert die Delta-Variante des Virus nun schneller.

su mit AP, AFP

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