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"Diktatur" in Berlin? Polizei gegen Querdenker, die trotz Verbot protestieren

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Von Euronews mit AFP
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Proteste gegen Corona-Regeln in Berlin
Proteste gegen Corona-Regeln in Berlin   -   Copyright  Fabian Sommer/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Keine leichte Aufgabe für die Berliner Polizei an diesem Sonntag. Die meisten Proteste gegen die Corona-Regeln waren verboten worden, einige durften dennoch stattfinden. Und auch einige verbotene Proteste wurden von der Querdenken-Bewegung abgehalten.

Die Polizei vertrieb Demonstrierende vom Großen Stern - dort wurden mehrere Personen festgenommen. Auch Wasserwerfer standen an der Siegesäule bereit.

Anderswo marschierten Hunderte ohne Maske durch die Hauptstadt. Der Tagesspiegel titelte online "Tausende Querdenker irren durch Berlin" - denn die Wege Richtung Regierungsviertel wurden den Protestierenden verwehrt.

Einer der Slogans der Querenker war, dass sie in einer "Diktatur" leben müssten. Ein Twitter-User hat in einem "Symbolbild" festgehalten, wie die Demonstrierenden an im Café sitzenden Menschen vorbeiziehen. Weder im Café noch bei der Demo tragen die Leute Masken.

An diesem Samstag hatten in Frankreich mehr als 200.000 Menschen vor allem gegen die Impf-Pflicht für Beschäftigte im Gesundheitsbereich protestiert. Es war das dritte Protest-Wochenende in Folge mit steigendem Zulauf - dabei organisieren in Frankreich sowohl extem rechte als auch linke Gruppen die Demonstrationen. Während einige Rechtsextreme - wie Ex-Le-Pen-Mitstreiter Florian Philippot die Impfung gegen Covid-19 generell ablehen, sperren sich die Linken vor allem gegen den Impf-Zwang als Einschränkung der persönlichen Freiheit, weil den Beschäftigen, die sich nicht impfen lassen, ab Mitte September Sanktionen drohen.

In Deutschland ist die 7-Tage-Inzidenz an diesem Sonntag laut Robert Koch-Institut auf 17,5 gestiegen. In den meisten europäischen Nachbarländern liegt sie deutlich höher.