Türkei baut Grenzmauer gegen Flüchtlinge aus Afghanistan

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar am Sonntag an der Mauer
Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar am Sonntag an der Mauer Copyright AP/ Türkisches Verteidigungsministerium
Von euronews
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Präsident Erdogan sagte, er wolle keine neue Migrationswelle. Die Mauer an der Grenze zum Iran ist bereits mehr als 150 Kilometer lang.

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Die Türkei will Flüchtlinge aus Afghanistan durch eine Grenzmauer fernhalten. Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, man werde eine neue Migrationswelle nicht dulden. Ziel sei es, die Ein- und Ausreise vollständig zu verhindern.

Über 150 Kilometer der Mauer an der Grenze zum Iran sind laut türkischen Medien bereits fertiggestellt, 240 Kilometer sollen es werden. Doch viele Afghan:innen haben das Land bereits vor der Machtergreifung der Taliban verlassen und schaffen es trotz der Wachposten über die Grenze.

Flüchtling aus Afghanistan: "Wir können da nicht leben"

Auch Nesar Ahmed und einige weitere junge Männer, die vor dem Militärdienst geflohen sind, wollen es versuchen: "Wir sind seit zweieinhalb Monaten unterwegs. Heute Morgen würden wir überfallen, sie haben unsere Telefone und 850 türkische Lira gestohlen, mir haben sie zwei Handys abgenommen", erzählt er. "Es gibt viele Probleme. Die Regierung sollte gnädig mit uns Afghanen sein. In Afghanistan wird gekämpft, überall sind Taliban. Wir können da nicht leben. Sie sollten das akzeptieren und die Unterdrückung beenden."

Die Türkei ist schon seit Jahren sowohl Ziel- als auch Transitland für Flüchtlinge aus Afghanistan. Neben 3,6 Millionen Flüchtlingen aus Syrien lebt Schätzungen zufolge bis zu einer halben Million Afghan:innen im Land. Trotz der Abriegelung schaffen es Schätzungen zufolge täglich mindestens einige Hundert Afghan:innen aus dem Iran über die Grenze. Einheimische verdienen in dem schwer zu kontrollierenden bergigen Gebiet auch mit Schmuggel

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