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Goldener Löwe für Roberto Benignis Lebenswerk

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Von su mit AP, AFP
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Goldener Löwe für Roberto Benignis Lebenswerk
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"Ich verdiene ein Kätzchen, ein Kätzchen. Keinen Löwen!" sagte Roberto Benigni mit Blick auf den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk in seiner Hand – verliehen zum Auftakt der Internationalen Filmfestpiele Venedig. Zuvor hatte Festival-Direktor Alberto Barbera das Werk des 68-Jährigen Italieners aus einem Ort namens Misericordia (Toskana) für seine Innovation und Respektlosigkeit gegenüber Regeln und Traditionen gelobt.

Gesagt, getan: Eigentlich gehöre der Löwe seiner Frau, Schauspielerin und Produzentin Nicoletta Braschi (61), "wir können ihn teilen: Ich nehme den Schwanz und der Rest gehört dir.“ Außerdem dankte noch "allen Regisseuren, die an mich geglaubt haben."

Roberto Benigni, Schauspieler, Autor, Regisseur:

"Wer ein so großes Geschenk erhält, einen Liebesbeweis für alles, was er in seinem Leben gemacht hat, hat laut dem der heiligen Ambrosius nur eine Pflicht: Zu danken. Deshalb danke ich all denen, die mich geliebt und von Anfang an einfach an mich geglaubt haben, denen, die mich in die Welt des Showbusiness eingeführt haben. Ich komme aus einer armen Familie, aus dem Nichts, aus einer wunderbaren, aristokratischen Armut, einer echten Armut. So viele Menschen haben mir auf diesem Weg geholfen, der mich bis zu diesem wunderbaren Geschenk geführt hat."

Alle unkonventionelle Bescheidenheit in Ehren, Benignis Kino-Bilanz kann sich sehen lassen: Unter anderem als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller von „Das Leben ist schön“ ("Life is Beautiful") (1997), Regie auch in „Roberto Benignis Pinocchio“ (2002), Schauspieler in Down by Law (1986), Night on Earth (1991) und “Coffee and Cigarettes” (2003) von Regisseur Jim Jarmusch. Er arbeitete auch mit Blake Edwards an „Der Sohn des rosaroten Panthers" ("Son of the Pink Panther“,1993) und zuletzt mit Woody Allen in „To Rome with Love“ (2012).

Wir können ihn teilen: Ich nehme den Schwanz und der Rest gehört dir
Schauspieler Roberto Benigni
über seinen "Goldenen Löwen" zu seiner Frau Nicoletta Braschi

Nicoletta Braschi, die in allen von ihm inszenierten Filmen die weibliche Hauptrolle spielt, war 1991 Mitbegründerin der Firma „Melampo Cinematografica“, die seither alle ihre Filme produzierte, darunter „Johnny Stecchino“ (1991), „Das Monster“ („Il mostro“ 1994), „Das Leben ist schön", der „Pinocchio“-Adaption und „Der Tiger und der Schnee“ ( „La tigre e la neve“, 2005).

Die 78. Filmfestspiele von Venedig gehen noch bis zum 11. September.

su mit AP, AFP