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Bald fertig: Letztes Rohr der Pipeline Nord Stream 2 verschweißt

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Von euronews
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Schlepper bringen das russische Verlegeschiff "Fortuna" im Hafen von Wismar, Deutschland, in Position.
Schlepper bringen das russische Verlegeschiff "Fortuna" im Hafen von Wismar, Deutschland, in Position.   -   Copyright  Jens Buettner/AP via dpa, File
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Für die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 ist das letzte Rohr verschweißt worden. Wie die Nord Stream 2 AG mitteilte, soll es anschließend in deutschen Gewässern auf den Meeresboden abgesenkt werden. Vor der Inbetriebnahe stünden aber noch weitere Vorbereitungen an.

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hatte bereits angekündigt, dass die Pipeline in wenigen Tagen einsatzbereit sein werde.

Ukraine ist beunruhigt

Die seit Jahren im Bau befindliche Gas-Verbindung verläuft auf dem Boden der Ostsee. Mit ihr sollen pro Jahr rund 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Deutschland transportiert werden. Die Ukraine ist deshalb wegen möglicherweise wegfallender Transitgebühren beunruhigt.

Der Bau hatte sich immer wieder verzögert, vor allem durch den Widerstand der USA, die Sanktionen gegen die Leitung androhten und auch verhängten. Ursprünglich hätte Nord Stream 2 Ende 2019 fertiggestellt werden sollen.

Russland wirft den USA vor, sie hätten mit ihrem Widerstand gegen Nord Stream 2 vor allem eigene wirtschaftliche Interessen verfolgt. Die USA bieten ihr durch Fracking gewonnenes und dann verflüssigtes Gas als Alternative in der EU an.

Ab Oktober: Gas nach Deutschland

In Deutschland ist das Projekt vor allem aus klimapolitischer Sicht ein Zankapfel. So bezeichneten die Grünen "Nord Stream 2" als einen "herben Rückschlag für den Klimaschutz". Die Bundesregierung habe damit vor allem die Laufzeitverlängerung fossiler Infrastruktur besiegelt, auch wenn sie etwas anderes predige.

Laut Informationen der Deutschen-Presseagentur soll der russische Gasmonopolist Gazprom im Oktober mit den Gaslieferungen nach Deutschland durch die neue Pipeline beginnen.