John Kiriakou, ein ehemaliger CIA-Agent, enthüllte in einem Gespräch mit dem Podcast "Julien Dory", dass auf der Grundlage von Informationen, die er von einem seiner ehemaligen Kollegen im Weißen Haus erhalten hatte, bereits zu Beginn dieser Woche ein Angriff auf den Iran stattfinden könnte.
Der ehemalige CIA-Mitarbeiter John Kiriakou warnt vor einem möglichen kurzfristigen US-Angriff auf den Iran. In einem Podcast-Interview erklärte er, die USA planten nach Informationen eines früheren Kollegen im Weißen Haus einen Angriff am Montag oder Dienstag. Offizielle Stellen in Washington haben diese Darstellung bislang nicht kommentiert.
Kiriakou verwies zudem auf die zehntägige Frist, die der amerikanische Präsident Teheran gesetzt habe, um Bedingungen wie die Einstellung des Raketen- und Atomprogramms sowie die Beendigung der Unterstützung für Stellvertretergruppen zu akzeptieren. "Man sollte sich von solchen Zeitfenstern nicht täuschen lassen. Er hat das schon einmal getan; er setzt zum Beispiel eine Frist von zehn Tagen, greift aber am zweiten Tag an, um die andere Seite zu überraschen und zu verwirren", sagte Kiriakou.
Innerhalb der US-Regierung hätten sich unterschiedliche Lager gebildet, so der frühere CIA-Mitarbeiter. Eine Antikriegsfront werde von Vizepräsident J.D. Vance und der Direktorin der National Intelligence, Tulsi Gabbard, angeführt. Demgegenüber stehe ein Lager, das eine militärische Intervention im Iran befürworte, mit Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth an der Spitze. Kiriakou behauptete außerdem, die Joint Chiefs of Staff hätten sich inzwischen für eine militärische Intervention ausgesprochen.
Überrascht zeigte er sich von dieser angeblichen Positionsänderung. Donald Trump habe in den vergangenen zwölf Monaten zahlreiche ranghohe Kommandeure ersetzt – oftmals durch Personen, die ihm politisch loyaler seien.
Die Aussagen tätigte Kiriakou in einem Gespräch mit dem amerikanischen YouTuber und Podcaster Julien Dory. Dessen dialogorientiertes Format hat in den vergangenen Jahren an Reichweite gewonnen und lädt regelmäßig Gäste mit sicherheitspolitischem Hintergrund oder kontroversen Positionen ein.
Kiriakou selbst verbrachte mehrere Monate im Gefängnis, nachdem er die Anwendung der Waterboarding-Methode durch die CIA öffentlich gemacht und die Identität eines verdeckten Agenten offengelegt hatte. Heute tritt er als Kritiker der aus seiner Sicht aggressiven US-Außenpolitik auf.