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"Freiheit für Puigdemont": Spontandemos in Barcelona und auf Sardinien

Nachdem die Festnahme des ehemaligen katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont bekannt geworden war, zog es katalanische Unabhängigkeitsbefürworter auf die Straße.

Mit katalansichen Flaggen und Slogans wie "Freiheit für Puigdemont" protestierten sie am Freitag lautstark vor dem italienischen Konsulat in Barcelona.

Mit dabei war Unabhängigkeitsaktivist Jordi Cuixart, der fast vier Jahre wegen Volksverhetzung im Gefängnis saß. Eine Lösung könne nur durch politischen Dialog, nicht über die Gerichte erfolgen, sagte er gegenüber der Presse.

Auch in Sardinien kam es zu Solidaritätsbekundungen. Demonstranten zogen vor das Berufungsgericht in Sassari, um die Freilassung Puigdemonts zu fordern. Sie trugen sardische und katalanische Flaggen und skandierten lautstark "Freiheit".

Puigdemont war in Alghero verhaftet worden, die Stadt wird auch "kleines Barcelona" und ist eine katalanische Sprachinsel auf Sardinien. Die Katalanen hatten die Gegend Ende des 14. Jahrhunderts erobert und die einheimische Bevölkerung vertrieben. Puigdemont war auf die Insel gereist, um unter anderem an dem Adifolk-Festival teilzunehmen, einer Veranstaltung zur Verbreitung der katalanischen Kultur.

Dazu reisten auch etwa 1000 Katalanen an, von denen er erwarten konnte, dass sie sich lautstark für ihren "Präsidenten im Exil" und die Unabhängigkeit Kataloniens stark machen würden.