Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas setzt auf "neue Bürgernähe"

Access to the comments Kommentare
Von Euronews mit dpa
euronews_icons_loading
Bärbel Bas nach ihrer Wahl zur Präsidentin des deutschen Bundestags
Bärbel Bas nach ihrer Wahl zur Präsidentin des deutschen Bundestags   -   Copyright  Markus Schreiber/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Bei der konstituierenden Sitzung des deutschen Bundestags ist Bärbel Bas mit der erwartet großen Mehrheit zur Präsidentin gewählt worden.

Die 53-jährige SPD Politikerin sagte, ein frisch gewähltes Parlament könne leichter Brücken bauen und helfen, Vorurteile, Abwehrreaktionen und Misstrauen zu überwinden.

Sie werde das Parlament vor Angriffen schützen und die Demokratie verteidigen. In den Mittelpunkt ihrer Rede rückte Bas aber ein anderes Thema: "Dafür stehe ich, dass wir in dieser Legislaturperiode eine neue Bürgernähe entwickeln. Nicht nur, weil dieser Bundestag beachtlich bunt zusammengesetzt ist. Lassen sie uns viele Menschen ansprechen, auf die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land zugehen, vor allem auf jene, die sich von der Poltik in diesem Land schon lange nicht mehr angesprochen fühlen."

An die Abgeordneten gerichtet sagte Bas, sie erwarte einen respektvollen Umgang im Bundestag. Alle hätten die Pflicht, den Bundestag würdig zu vertreten.

Managerin mit neuen Herausforderungen

Bas forderte eine Wahlrechtsreform, um eine weitere Aufblähuung des Bundestags zu vermeiden. Die neue Volksvertretung ist um 27 auf 736 Abgeordnete gewachsen. Bas erhielt 576 der 724 abgegebenen Stimmen, 90 Abgeordnete enthielten sich, 58 stimmten gegen Bas.

Die gelernte Personalmanagerin sitzt seit 2009 Im Bundestag. Bei der Wahl im September hatte sie ihr Direktmandat im Wahlkreis Duisburg I souverän verteidigt.

Bas ist die dritte Frau im zweithöchsten Staatsamt nach ihrer Parteigenossin Annemarie Renger und CDU-Politikerin Rita Süssmuth.

Mit der Zusammenkunft des neuen Bundestages endete offiziell die Amtszeit von Angela Merkel. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bat die Kanzlerin deshalb, bis zur Wahl ihres Nachfolgers die Regierungsgeschäfte fortzuführen.