Keine Gegner, keine Opposition: Umstrittene Wahl in Nicaragua

Keine Gegner, keine Opposition: Umstrittene Wahl in Nicaragua
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Von Euronews mit DPA /AFP
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Der 75-Jährige Ortega tritt ohne ernst zu nehmende Gegner an - in den vergangenen Monaten wurden neben zahlreichen Kritikern auch sieben Anwärter auf das Präsidentenamt verhaftet oder unter Hausarrest gestellt.

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In Nicaragua sind die Menschen zur Präsidentenwahl an die Urnen gerufen. Wer sie gewinnen wird, steht schon jetzt so gut wie außer Frage. Langzeit-Präsident Daniel Ortega.

Der 75-Jährige tritt ohne ernst zu nehmende Gegner an - in den vergangenen Monaten wurden neben zahlreichen Kritikern auch sieben Anwärter auf das Präsidentenamt verhaftet oder unter Hausarrest gestellt.

Allein in der Nacht auf den Wahltag wurden nach Angaben der Opposition mindestens neun Regierungsgegner festgenommen. Kritiker und Beobachter sprechen von einer Farce.

"Es gibt keine Meinungsfreiheit. Wir können uns nicht frei ausdrücken. Wir sind nur auf diese Regierung beschränkt. Wir haben keine Stimme, kein Stimmrecht, wir haben gar nichts", sagt eine junge Frau an einer Bushaltestelle.

Opposition hat zum Wahlboykott aufgerufen

Der Ex-Revolutionär ist seit 15 Jahren ununterbrochen an der Macht, seit 2017 mit seiner Ehefrau Rosario Murillo als Vizepräsidentin und hat das Land fest unter Kontrolle.

2018 ließ er Massenproteste brutal niederschlagen. Es gab ehr als 300 Tote. Dennoch gibt es glühende Anhänger, die Ortega die Stange halte, wie diesen Straßenverkäufer, der auf Daniel und Rosario schwört. "Sie sind die Menschen, die sich für die Wahrheit, für die Situation Nicaraguas, für die Armen in Nicaragua eingesetzt haben. Trotz vieler Probleme und falscher Anschuldigungen leben wir hier ruhig und glücklich, mit täglichem Essen, an dem es niemandem mangelt."

Rund 4,5 Millionen Menschen sind bei den gleichzeitig stattfindenden Präsidenten- und Parlamentswahlen stimmberechtigt. Die Opposition hat zum Wahlboykott aufgerufen.

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