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Afghanische TV-Journalistin vor den Taliban geflohen

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Von Giannis Giaginis
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Afghanische TV-Journalistin vor den Taliban geflohen
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Bis zum vergangenen Sommer war Massoma Gholamy Journalistin und Nachrichtensprecherin im Fernsehen in Afghanistans Hauptstadt Kabul, ein Beruf, der ihr Freude machte. Doch dann kamen die Taliban und sie wusste, für sie gab es keine Zukunft in Afghanistan. Sie konnte mir ihren drei Kindern nach Griechenland ausreisen. Dort sprach Euronews mit ihr.

Sie sagt: "Es war schon vor den Taliban für eine Frau in Afghanistan schwierig, einem Beruf nachzugehen. Aber mit den Taliban an der Macht ist es unmöglich. Jetzt können Frauen überhaupt nicht mehr arbeiten. Frauen sind keine Menschen für die Taliban. Sie können nicht einmal mit einer Frau an einem Tisch sitzen und mit ihr reden. Das ist für sie schon eine Schande."

Masooma Gholamy ist alleinerziehend. Ihr Mann war dagegen, dass sie arbeitete, und vor allem beim Fernsehen. Ihre Kinder sind drei, sieben und zwölf Jahre alt.

Sie erklärt: "Ich habe Angst um meine Familie in Afghanistan. Alle wussten dort, dass ich Journalistin war. Ich war sieben Jahre lang vor der Kamera. Als Nachrichtensprecherin. Viele sind jetzt auf der Seite der Taliban. Sie geben ihnen Informationen. Ich habe Angst, vor allem um meine Eltern."

Hat sie eine Botschaft an die, die in Afghanistan geblieben sind?

Sie meint: "Nein, ich habe keine Botschaft. Nichts gibt es zu sagen, das ihnen helfen könnte. Es ist sehr schwierig, dort zu leben. Sehr schwierig."

Masooma Gholamy ist den Menschen dankbar, die ihr geholfen haben, Afghanistan zu verlassen, die es ihr ermöglicht haben, von Kabul nach Athen zu kommen. Wo sie von hier aus hin will, weiß sie noch nicht. Am liebsten würde sie wieder in ihrem alten Beruf arbeiten, als Journalistin. Doch egal, wo es sie hinverschlägt, sie ist sich sicher, dass das Leben für sie und ihre Kinder außerhalb Afghanistans ein besseres sein wird.