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Migranten zwischen Belarus und Polen - Einrichten im Niemandsland

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Von su  mit AFP, AP
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Migranten zwischen Belarus und Polen - Einrichten im Niemandsland
Copyright  Maxim Guchek/BelTA

Auch nach rund zwei Wochen an der Grenze zu Polen beharren in Belarus Tausende Migranten auf einer Öffnung zur EU. Immer wieder berichtet der polnische Grenzschutz von Versuchen, die Befestigung zu überwinden. Helfer bemühen sich, die Menschen mit Lebensmitteln und medizinischem Beistand zu versorgen.

Polnische Freiwillige haben in der ostpolnischen Stadt Michalowo nahe der Grenze zu Belarus ein Wohltätigkeitszentrum eingerichtet,

Die Freiwilligen erhalten Spenden aus ganz Polen, meist warme Kleidung, Essen und Spielzeug.

Hania Kustra, Freiwillige vom Frauenrat in Rybnik, Polen:

"Ich bin hier wegen auf Befehl meines Herzens, meiner Weiblichkeit und meines Bürgersinns. Und ich bin hier, weil wir jede einzelne Person beschützen müssen, jeden einzelnen Menschen."

Die Helfer versuchen auch zu verfolgen, was mit den unfreiwilligen Waldbewohnern weiter passiert.

So wurden ein irakischer und ein syrischer Migrant, die nach einem Monat im Wald zwischen Belarus und Polen ins Krankenhaus eingeliefert worden waren, aus einem Krankenhaus in Bielsk Podlaski nahe der polnischen Grenze zu Belarus abgeholt. Polnische Grenzschutzbeamte sagen, dass sie sie zu einem Grenzposten in Dubicze Cerkiewne bringen, wo die beiden entweder zurück nach Belarus abgeschoben werden oder einen Asyl-Antrag stellen dürfen. Ein dritter irakischer Migrant bliebt im Krankenhaus, da sein Gesundheitszustand einen Transport nicht zulässt.

Monika, Freiwillige bei der "Border Group", die Migranten hilft:

"In wenigen Minuten werden Aland und Mansour von den Grenzbeamten abgeführt, die sagen, sie würden sie zur Grenzstation Dubicze Cerkiewne bringen. Wir haben alle Asyl-Papiere hier. Wir werden versuchen, ihnen zu folgen, um zu prüfen, ob sie wirklich dorthin gebracht werden."

GESTAPELT IM LAGERHAUS

Hunderte Migranten standen am Freitag, den 19. November, vor einem Lagerhaus in der Region Grodno in Belarus um Lebensmittel Schlange. Hier hatten sie nach der Räumung der Lager an der belarussischen Grenze zu Polen Zuflucht gesucht. Polizeibeamte standen Wache und kontrollierten die Menge, während Migranten – darunter auch Kinder – zusahen.

Im Lagerhaus lagen Migranten auf Schlafsäcken und Decken auf dem Boden, einige bauten provisorische Etagenbetten aus den Regalen des Lagerhauses.

su mit AP. AFP