Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Vulkaninsel La Palma: giftige Gase und brennende Bananen

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit dpa, EFE
euronews_icons_loading
Vulkaninsel La Palma: giftige Gase und brennende Bananen
Copyright  frame

Ein neuer Lavastrom auf der spanischen Vulkaninsel La Palma hat sowohl Experten als auch Einheimische überrascht.

Die Bevölkerug wurde vor giftigen Gasen gewarnt, die entstehen können, wenn die Lava auf das Meer trifft. Betroffen sind rund 3.000 Bewohner:innen der Gemeinde Tazacorte. Sie sollen das Haus nicht Die Gaswarnung gilt mindestens für 24 Stunden.

"Lockdown" und "Maskenpflicht" wegen Vulkan

Obwohl die Schwefeldioxidemissionen seit Beginn des Ausbruchs mit 900 bis 1.300 Tonnen pro Tag ein Minimum erreicht haben, verursachte der Wind aus Westen und Südwesten Probleme mit der Luftqualität in den Gemeinden im Osten, vor allem in Santa Cruz de La Palma, Breña Alta und Breña Baja.

Der Kanarische Vulkan-Notfallplan (Pevolca) hat deshalb seine Warnungen auch für die Bevölkerung des Aridane-Tals ausgedehnt: die Verwendung von FFP2-Masken, um sich vor Aschepartikeln zu schützen, die kleiner als zehn Mikrometer sind. Außerdem sollen sich die Menschen so wenig wie möglich im Freien aufhalten.

Wegen einer riesigen Gaswolke und der Vulkanasche, die sich unter anderem auch auf die Start- und Landebahn des Flughafens legte, hat die Fluggesellschaft Binter für Dienstag alle Flüge gestrichen.

Der wirtschaftlich wichtige Bananen-Sektor leidet

Seit der Vulkan vor mehr als neun Wochen ausgebrochen ist, sind etwa 2.650 Gebäude zerstört worden sowie eine Fläche von fast 1.500 Fußballfeldern.

Das entspricht circa 1,4 Prozent vernichteter Inselfläche. Darunter auch wertvolle Agrarfelder wie Bananenplantagen, die von einer meterdicken Lavaschicht verschlungen wurden.

Der für die Kanareninsel wirtschaftlich wichtige Sektor hat durch den Vulkanausbruch bereits mehr als 100 Millionen Euro verloren.

Die Aktivität des Vulkans am Gebirgszug Cumbre Vieja im Süden der Atlantik-Insel vor der Westküste Afrikas nimmt zwar seit Wochen nahezu stetig ab. Ein Ende der explosiven Tätigkeit ist aber nach Angaben von Experten zumindest kurzfristig nicht abzusehen. Darauf deuten demnach die zahlreichen Erdstöße hin, die in Tiefen von mehr als 30 Kilometern unterhalb des Lava und Asche speienden Berges immer noch registriert werden.