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Bundesregierung: Frankreich und Dänemark ab Sonntag Hochrisikogebiete

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Von Euronews mit dpa
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Frankreich und Dänemark werden wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an als Hochrisikogebiete eingestuft. Das gilt auch für Norwegen, Libanon und Andorra.

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Die Bundesregierung stuft Frankreich und Dänemark wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an als Hochrisikogebiete ein. Das gilt auch für Norwegen, Libanon und Andorra, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag bekanntgab. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Damit sind künftig bis auf Luxemburg alle Nachbarländer Deutschlands als Hochrisikogebiete eingestuft. Von der Risikoliste gestrichen werden Bulgarien, Estland, Lettland, Albanien, Nordmazedonien und Moldau.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Neue Einschränkungen in der Schweiz und Dänemark

In der Schweiz gelten ab Montag schärfere Corona-Maßnahmen. In Veranstaltungs-Innenräumen sowie in der Gastronomie herrscht dann die 2G-Regel.

Zudem dürfen an privaten Versammlungen maximal zehn Personen teilnehmen, sofern keine Impfung oder Genesung vorliegt. Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 24. Januar.

Auch in Dänemark gelten bald strengere Vorschriften. Ab Sonntag sollen Theater, Kinos, Zoos und Veranstaltungslokale schließen, Restaurants nur noch bis 23 Uhr geöffnet haben.

Für mehr als ein Fünftel der Neuinfektionen sei die Omikron-Variante verantwortlich, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen: "Sowohl in Geschäften als auch in Restaurants sollten strenge Abstandsregeln eingeführt werden, damit weniger Menschen gleichzeitig an einem Ort sind. Außerdem empfiehlt die Epidemiekommission allen Bürgern, ihre sozialen Kontakte auch über Weihnachten einzuschränken, so dass wir nur Familie und enge Bekannte sehen."

Lauterbach: Massive Herausforderung durch Omikron

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet eine massive fünfte Corona-Welle durch die neue Omikron-Variante. "Wir müssen davon ausgehen, dass die Omikron-Welle, vor der wir stehen, die wir aus meiner Sicht nicht verhindern können, eine massive Herausforderung wird für unsere Krankenhäuser, für unsere Intensivstationen, aber auch für die Gesellschaft in der Gänze."

Mit Blick auf die Weihnachtstage appellierte Lauterbach an alle Bürgerinnen und Bürger, bei Reisen nach dem Grundsatz vorzugehen: "Wir schützen uns gegenseitig." Jeder sollte sich vorher testen lassen oder zumindest selbst testen - bevorzugt mehrfach. Der Minister machte deutlich, dass vor allem für Menschen ohne Booster-Impfung besondere Vorsicht geboten sei.

Omikron 5x ansteckender als Delta

Laut einer Studie des Imperial College London ist das Risiko einer Neuinfektion mit Omikron mehr als fünfmal so hoch wie mit Delta. Dies bedeutet, dass der Schutz vor einer Neuinfektion durch Omikron, gewährt durch eine frühere Infektion, möglicherweise nur 19 Prozent beträgt, hieß es. Die Studie müsse allerdings noch von Experten geprüft werden, so das Imperial College.

In Großbritannien wurden am Freitag 93.045 Neuinfektionen gemeldet. Damit wurde der Tagesrekord zum dritten Mal in Folge gebrochen. Insgesamt wurden 111 neue Covid-Todesfälle verzeichnet. 7.611 Patienten befinden sich mit Covid-19 im Krankenhaus, 875 müssen mit Beatmungsgeräten behandelt werden.

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