La Palma: Vulkan spuckt keine Lava mehr

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Von euronews mit dpa
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Über 2.900 Wohnhäuser hat die Lava des Vulkans auf La Palma in den vergangenen drei Monaten zerstört. Jetzt scheint Ruhe einzukehren.

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Der Vulkan auf der spanischen Insel La Palma hat sich beruhigt. Experten warnen zwar, dass es jederzeit neue Ausbrühche geben könnte - aktuell gibt es aber keine Explosionen mehr, keine Lava oder Asche, nur noch ein Rauchwölkchen über dem mehr als 1100 Meter hohen Vulkankegel. Seit dem Beginn des Ausbruchs am 19. September hat die mehr als 1000 Grad heiße Lava fast 2900 Wohnhäuser und andere Bauten zerstört.

Claudia Rodríguez vom Vulkaninstitut der Kanaren, Involcan, mahnte zur Geduld. «Meiner Meinung nach müssen wir sehr vorsichtig sein und dürfen keine falschen Hoffnungen wecken. Ich denke, dass wir jetzt zehn Tage warten müssen, ob die Werte gleich bleiben, und dann werden wir ein Ende des Ausbruchs bestätigen können», sagte sie dem spanischen Fernsehen.

Selbst wenn es so kommen sollte, ist die Bilanz schon jetzt verheerend für die 85 000 Einwohner der Atlantikinsel vor der Westküste Afrikas. Die Familie Leal aus dem untergegangenen Ort Todoque etwa, die alles, Bananenplantagen und ihre Häuser, verloren hat. Dort, wo bisher ihr Zuhause war, hat der Vulkan eine Mondlandschaft geschaffen, die noch immer rund 400 Grad heiß ist. Sie warten nun auf staatliche Hilfe, um "wieder bei Null anfangen zu können", wie Jésica Leal der Zeitung "La Vanguardia" sagte. Die Inselregierung schätzt die Schäden auf etwa 900 Millionen Euro.

Rund 7000 Menschen mussten wegen der heranrückenden Lava ihre Häuser räumen und sind bei Angehörigen, in Hotels, Pensionen oder in vom Staat angemieteten Wohnungen untergekommen. Ihre Häuser wurden entweder von der Lava zermalmt und verbrannt, oder sie befinden sich in der Sperrzone unterhalb des Vulkans.

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