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Handschlag in Rom: Scholz und Draghi wollen Aktionsplan für Europa

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Von Giorgia Orlandi  & Euronews  mit DPA
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Fester Handschlag zwischen Scholz und Draghi in Rom
Fester Handschlag zwischen Scholz und Draghi in Rom   -   Copyright  AP Photo/Guglielmo Mangiapane,Pool

Deutschland und Italien wollen ihre Zusammenarbeit künftig mit einem gemeinsamen Aktionsplan stärken. Darauf verständigte sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Montag bei seinem Antrittsbesuch in Rom mit dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi.

Es ist die dritte Auslandreise des neuen Bundeskanzlers nach Paris, Brüssel und Warschau.

Scholz sagte, es sei wichtig, einen großen Fortschritt in Europa zu machen. "Wir brauchen eine starke, bessere Union. Und darüber muss und wird diskutiert werden. Und unsere beiden Länder sind von größter Bedeutung dafür, dass das auch tatsächlich gelingt. Deshalb werden wir auch all die Fragen ansprechen, die für die Zukunft Europa von Bedeutung sind."

Beide Regierungschefs betonten, wie wichtig die Zusammenarbeit ihrer beiden Länder für die EU sei. Draghi begrüßt das von Scholz und der Ampel-Koalition vorgeschlagene Ende der Einstimmigkeitsregel" in der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik.

Mario Draghi sagte: "Die Einstimmigkeit ist in der Tat zu einem Hindernis für die Handlungsfähigkeit der EU geworden. Deshalb hat der Bundeskanzler zu Recht gesagt, dass wir über diese Regel hinausgehen, aber immer eine Einigung finden müssen."

Italien-Korrespondentin Giorgia Orlandi, die für Euronews dem Scholz-Besuch in Rom verfolgte, sagte nach dem ersten Treffen der beiden Regierungschefs: "Es ist sicherlich bezeichnend, dass der deutsche Bundeskanzler Scholz auf einer seiner ersten Auslandreisen nach Rom gekommen ist, um Ministerpräsident Draghi zu treffen.

Ein Besuch, der nur kurz nach dem des französischen Präsidenten Emmanuel Macron erfolgt, der herkam, um den Quirinalsvertrag zu unterzeichnen, der die Beziehungen zwischen Frankreich und Italien stärken soll.

Es scheint, dass Scholz das Gleiche tun wollte, nämlich die Verständigung zwischen Rom und Berlin zu stärken.

Die beiden Regierungschefs einigten sich auf eine Reihe zentraler Themen auf der europapolitischen Agenda, die ihrer Meinung nach dazu dienen, ein geeinteres und stärkeres Europa zu schaffen."