Neusiedler See: 60-Hektar-Tourismus-Park mitten im UNESCO-Welterbe

Simulation des Tourismus-Parks am Neusiedler See
Simulation des Tourismus-Parks am Neusiedler See Copyright Sopron-Fertő Tourism Development Nonprofit Zrt
Von Euronews
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Das Megaprojekt ist eine Gemeinschaftsproduktion des ungarischen Staates und der Firma Nonprofit Ltd. Greenpeace geht dagegen juristisch vor.

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Auf der ungarischen Seite des Neusiedler Sees wächst der Widerstand gegen ein gigantisches Bauprojekt.

Greenpeace Österreich und Greenpeace Ungarn werfen den Verantwortlichen in Ungarn vor, Behörden im Burgenland weder informiert noch auf andere Art eingebunden zu haben. Obwohl der Tourismuspark aufgrund seiner Grenznähe auch Umweltauswirkungen auf österreichischer Seite hätte.

Katalin Rodics von Greenpeace Ungarn sagte dazu im Euronews-Interview: "Denn die Flächen, die im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung für einzelne Elemente ausgeschrieben wurden, sind allesamt größer als in der Umweltgenehmigung, die wir anfechten, und es gibt Elemente wie ein Mehrfamilienhaus mit 26 Wohnungen, für die es überhaupt keine Umwelt- oder Baugenehmigung gibt."

Und so soll er aussehen, der Megapark im UNESCO-Welterbe- und Naturschutzgebiet: Auf 60 Hektar entstünden nicht weniger als ein riesiger Yachthafen mit 850 Anlegeplätzen, ein 100-Zimmer-Hotel, ein mehrstöckiges Besucherzentrum, Sporthalle, Fußballplatz mit Kunstrasen und viele weitere Neubauten. Das Projekt würde große Teile von Schilfgebiet verschlingen, obwohl dem Neusiedler See durch zunehmende Verschlammung ohnehin die Austrocknung droht.

Ausgetüftelt haben den Plan der Staat und der Tourismus-Entwickler Nonprofit Limited. Beteiligt soll auch die Tochter von Regierungschef Viktor Orban sein.

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