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Dutzende Tote nach Luftschlägen - Vergeltung für Angriff auf VAE?

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Von Euronews mit dpa, AP
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Folgen des Luftangriffs in der jemenitischen Hafenstadt Hodeida
Folgen des Luftangriffs in der jemenitischen Hafenstadt Hodeida   -   Copyright  AP/AP

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat im Jemen mehrere Ziele bombardiert. Nach Medienberichten wurde ein Gefängniskomplex in der Provinz Saada im Norden des Landes getroffen, einer Hochburg der Huthi-Rebellen.

Dabei sollen mindestens 70 Menschen getötet und über 130 verletzt worden sein. Ein weiterer Luftangriff galt der Hafenstadt Hodeida. Dort wurde ein Teklekommunikationsgebäude schwer beschädigt. Die Folge war ein landesweiter Ausfall des Internets. Auch in Hodeida belegen Videoaufnahmen, dass es viele Tote und Verletzte gab. Schätzungen gingen von mindestens 30 Getöteten aus. Die meisten Opfer sollen Zivilisten gewesen sein.

Die norwegische UN-Botschafterin und aktuelle Präsidentin des Weltsicherheitsrates Mona Juul sagte zu den Luftangriffen: "Das ist nicht akzeptabel, und wir rufen alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Die Eskalation des militärischen Konflikts im Jemen ist wirklich sehr, sehr alarmierend. "

Massendemonstration in Sanaa

In der Hauptstadt Sanaa versammelten sich zahlreiche Huthi-Rebellen und deren Unterstützer, um gegen die jüngsten Luftangriffe zu demonstrieren. Die Huthi-Rebellen hatten 2014 Sanaa eingenommen und beherrschen seitdem weite Teile des Bürgerkriegslandes.

Zu Wochenbeginn hatten die vom Iran unterstützten Rebellen die Verantwortung für einen Drohnenangriff auf Raffinerien und den Flughafen in Abu Dhabi übernommen. Dabei kamen drei Menschen ums Leben, sechs wurden verletzt. Es war die erste Attacke dieser Art auf dem Gebiet der Vereinigten Arabischen Emirate, die Mitglied der Militärkoalition gegen die Huthis sind. Anzunehmen ist, dass die Luftschläge von diesem Freitag eine Veergeltungsmaßnahme für die Attacke in den VAE waren.