Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Weiter Waffenklirren um Ukraine - Papst: "Beten hilft"

Access to the comments Kommentare
Von su  mit dpa, AFP, AP
Weiter Waffenklirren um Ukraine - Papst: "Beten hilft"
Copyright  Efrem Lukatsky/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Nur wenige Stunden nach einem amerikanisch-russischen Außenministertreffen - Antony Blinken und Sergej Lawrow sprachen am Freitag in Genf - ist eine US-Frachtmaschine in Kiew/Ukraine gelandet. An Bord seien 90 Tonnen Fracht gewesen, darunter Munition «für die Frontverteidigung», so die Kiewer US-Botschaft. Weitere Lieferungen sollten folgen.

Gleichzeitig schickte Russland Truppen und Kampfflugzeuge zu einer gemeinsamen Militärübung nach Belarus, direkt an der Grenze zur Ukraine.

LONDON: MOSKAU WILL PRO-RUSSISCHE FÜHRUNG IN KIEW

London hatte Moskau vorgeworfen, massiv politischen Einfluss in der Ukraine zu nehmen. «Uns liegen Informationen vor, die  darauf hindeuten, dass die russische Regierung versucht, eine pro-russische Führung in Kiew zu etablieren, während sie erwägt, ob sie in die Ukraine einmarschieren und sie besetzen soll», so eine Botschaft des britischen Außenministeriums.  

Darauf die Ukraine am Sonntag: Sie wolle pro-russische Gruppen zerschlagen.

Kommentar von US-Außenminister Antony Blinken: Russland versuche die Ukraine zu
destabilisieren, um die Regierung in Kiew zu stürzen.

Die britische Regierung hatte getwittert, der frühere ukrainische Parlamentarier Yevheniy Murayev werde als potenzieller Führungskandidat in Betracht gezogen.

Murayev ist Vorsitzender der kleinen pro-russischen Partei Nashi, die zur Zeit keinen Sitz im ukrainischen Parlament hat.

An den britischen Vermutungen sei nichts dran, so das russische Außenministerium.

Die Briten sollten „aufhören, Unsinn zu verbreiten“ und „ihren dummen Provokationen (…) ein Ende setzen, die in der aktuellen Situation sehr gefährlich sind“.

FORDERUNGEN  AN NATO

Der Westen hatte Moskaus Hauptforderungen zurückgewiesen – Zusage der NATO, die Ukraine niemals aufzunehmen, keine NATO-Waffen in der Nähe der russischen Grenzen und Abzug der NATO-Streitkräfte aus Mittel- und Osteuropa.

Seit Ende der 90er Jahre sind im Rahmen des NATO-Osterweiterung zahlreiche Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes wie Polen, Rumänien, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn und Bulgarien in das Atlantische Militärbündnis NATO eingetreten. Auch die Ex-Sowjetrepubliken Georgien und Ukraine wollen mit Unterstützung der Vereinigten Staaten so bald wie möglich dazukommen, wie zuvor schon Litauen, Estland und Lettland. Russland lehnt dies ab.

PÄPSTLICHE SORGEN

Papst Franziskus sagte am Sonntag, er verfolge die wachsenden Spannungen in der Ukraine „mit Sorge“ und rief nächste Woche zu einem Gebetstag für den Frieden auf.

su mit dpa, AP, AFP