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Airbags und Hilferufe per Handy - acht Tote in Österreich nach mehreren Lawinenabgängen

Airbags und Hilferufe per Handy - acht Tote in Österreich nach mehreren Lawinenabgängen
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Von Andrea Büring mit ap
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Tagelang wurde vor der Lawinengefahr in Österreich gewarnt. Nun riss es acht Menschen in den Tod. Mehrere weitere wurden verletzt. Ein schwarzer Freitag für die österreichische Skisaison.

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Bei tragischen Lawinenunglücken in den österreichischen Alpen sind insgesamt acht Menschen ums Leben gekommen. 

Ein Vorfall ereignete sich in Spiss im Bundesland Tirol in der Nähe der Schweizer Grenze. Dort starben vier schwedische Tourengänger zwischen 43 und 47 Jahren sowie ein einheimischer Bergführer. 

Zwei Menschen im Alter von 60 und 61 Jahren wurden an diesem Samstag kurz nach Mitternacht in der Tiroler Wildschönau tot geborgen. 

Am Berg Knödelkopf in Vorarlberg wurde an diesem Freitag darüber hinaus ein Mann verschüttet, der mit einer Gruppe außerhalb der präparierten Pisten unterwegs war. Auch er konnte nicht mehr gerettet werden.

Warnung vor Lawinen

Allein am Freitagnachmittag wurden mindestens 31 Lawinen gemeldet. Bei vier von ihnen - wie bei Sölden und im Zillertal - wurden mehrere Menschen verletzt.

Die Behörden hatten seit Tagen auf die kritische Gefahrenlage aufmerksam gemacht und zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. 

Tot trotz Airbag

Der 43-Jährige, der im Vorarlberger Skigebiet Albona ums Leben kam, wurde trotz Airbag komplett verschüttet. Er war nach Polizeiangaben in einer Gruppe mit einem staatlich geprüften Snowboard-Führer unterwegs. 

Obwohl die anderen ihn sofort ausgraben konnten und 20 Minuten nach dem Lawinenabgang Reanimationsmaßnahmen begonnen wurden, verstarb der Mann. 

Woher er stammte, teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Die Schweden waren im Skigebiet Ischgl/Samnaun mit einem einheimischen Bergführer abseits der Pisten unterwegs, als sich über ihnen eine 400 Meter breite Lawine löste. Ein Schwede wurde nur zum Teil verschüttet und konnte per Handy einen Freund in seinem Heimatland verständigen. 

Hilferuf per Handy

Der Mann in Schweden informierte einen Freund, der mit der Gruppe unterwegs war, an diesem Tag aber nicht mit auf Tour gegangen war, der schließlich die Polizei verständigte. Der 42-Jährige überlebte.

Auch deutsche Wintersportler gerieten am Freitag in Österreich in eine Lawine. Sie waren in einer siebenköpfigen Gruppe mit Dänen und Schweden zwischen 23 und 33 Jahren im Tiroler Ötztal unterwegs, wie die Polizei berichtete. Ein gewaltiges Schneebrett riss die Menschen mit. Sie hätten zum Teil ihre Lawinen-Airbags ausgelöst und seien schnell geortet, befreit und in ärztliche Behandlung gebracht worden. Einer davon wurde in die Klinik nach Murnau in Bayern transportiert, hieß es. 

Das Schneebrett verschüttete auf einer Breite von 100 Metern auch eine tieferliegende Skipiste. Der Lawinenkegel sei mehrmals abgesucht worden, aber niemand wurde entdeckt.

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