Der Fall Daria Dolidowitsch: Warum sich eine belarussische Skilangläuferin nach Polen absetzte

euronews-Moderator Matthew Horloyd
euronews-Moderator Matthew Horloyd Copyright euronews
Von euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Die 17-Jährige verließ ihre Heimat mit ihren Eltern. Ihr Vater ist Unterstützer der Opposition.

WERBUNG

euronews-Moderator Matthew Horloyd berichtet über den Fall Daria Dolidowitsch:

„Wieder ist eine belarussische Sportlerin mit ihrer Familie in das Nachbarland Polen geflohen.

Es handelt sich um die 17-jährige Daria Dolidowitsch, auf dieser Aufnahme rechts zu sehen. Sie wurde als aufgehender Stern am Sporthimmel erachtet, wurde im Januar aber von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen - auch von den derzeitigen Olympischen Spielen in Peking.

Baldige Rückkehr?

Ein Grund wurde nicht genannt, aber ihr Vater und Trainer sagte, seine Tochter sei bestraft worden, weil er die Opposition unterstütze.

Er bestätigte, dass sich die Familie nach Warschau abgesetzt habe, sagte aber auch, dass man vielleicht bald zurückkehren werde.

Das ist kein Einzelfall im belarussischen Sport: Mehrere Personen wurden seit der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Alexander Lukaschenko gesperrt, ausgewiesen oder verhaftet.

Erinnert an Fall Kryszina Tsimanouskaja

Der Fall Dolidowitsch erinnert an Kryszina Tsimanouskaja. Die Sprinterin rief im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen von Tokio um internationale Hilfe, als sie berichtete, zur Heimkehr gezwungen worden zu sein.

Tsimanouskaja wurde in Polen aus humanitären Gründen ein Visum erteilt. Gut möglich, dass Polen das auch Dolidowitsch und ihrer Familie gewährt. In ihrem neuen Land wird sie ihr Training fortsetzen und ihre Ausbildung abschließen.“

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Belarus: politischer Gefangener stirbt, nachdem ihm medizinische Versorgung verweigert worden war

"Sollen sie's doch versuchen!": Lukaschenko schließt erneuten Sturzversuch gegen Putin aus

Angst vor Wagner und Atomwaffen: Polen schickt 2.000 weitere Soldaten an die Grenze