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Durchzug von Orkantief Zeynep: 3 Unwetter-Tote in Deutschland

In Hamburg musste die Feuerwehr sich auch um festsitzende Autofahrer kümmern
In Hamburg musste die Feuerwehr sich auch um festsitzende Autofahrer kümmern Copyright Daniel Bockwoldt/(c) Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Von Euronews mit AP, dpa
Zuerst veröffentlicht am
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Alle drei Menschen kamen draußen ums Leben. Im Landkreis Cuxhaven wollte ein 68-Jähriger noch während des Sturms ein Dach reparieren. Er stürzte 10 Meter in die Tiefe und starb.

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Ein Orkantief in Teilen Westeuropas hat schwere Zerstörungen und mehrere Todesopfer verursacht. Die Windgeschwindigkeiten erreichten örtlich über 170 Stundenkilometer. In Deutschland kamen in NRW und im Landkreis Cuxhaven drei Menschen ums Leben.

Aus Richtung Westen hereinbrechend waren die Stürme zunächst über Großbritannien, Frankreich, Belgien und die Niederlande gezogen bevor sie Deutschland erreichten.

Drei Todesopfer in Deutschland

In der Gemeinde Wurster Nordseeküste stürzte ein Mann in der Nacht zu Samstag von einem Dach 10 Meter in die Tiefe und starb an den Folgen des Unfalls. Der 68-Jährige hatte versucht, das Dach noch während des Sturms zu reparieren. In Altenberge in Nordrhein-Westfalen raste ein Autofahrer in einen Baumstamm auf der Straße und kam dabei ums Leben. Nahe Saerbeck in NRW wurde ein Pkw offenbar von einer Böe erfasst. Das Fahrzeug überschlug sich, der 33-jährige Fahrer wurde tödlich verletzt.

Der Bahnverkehr in der Nordhälfte Deutschlands war auch Samstagmorgen noch empfindlich gestört. Im Norden NRW`s und nördlich der Linie Hannover - Berlin sowie zwischen Berlin und Halle läuft der Fernverkehr auch weiterhin nicht. Die Nordseeinsel Wangerooge verlor 90 Prozent ihres Badestrandes. 

Im südlichen Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg gilt auch an diesem Samstag noch eine Sturmflutwarnung.

In Hamburg-St. Pauli stieg der Pegel auf über 3,70 Meter. Ab 3,50 Meter gilt der Wasserstrand als "sehr schwere Sturmflut". In der Hansestadt wurden Polizei und Feuerwehr bis Samstagvormittag zu 650 Einsätzen gerufen.

Im belgischen Tiournai kippte ein Kran auf eine Klinik. Der Kranführer wurde verletzt. In Belgien und Deutschland kam der Bahnverkehr örtlich zum Erliegen. Etliche Reisende saßen fest und waren gezwungen, die Nacht in Bahnhöfen oder Hotels zu verbringen.

Noch im Laufe des Freitags hatten Spaziergängerinnen und Spaziergänger an der Nordseeküste noch die Nähe zum nassen Element gesucht. Später riefen die Behörden nicht nur in Deutschland auf, Zuhause zu bleiben und auch auf Autofahrten zu verzichten.

Tödliche Entwurzelungen

In Den Haag wurde das Dach des ADO-Fußballstadions teilweise abgedeckt. Ähnliche Sachschäden gab es in den ganzen Niederlanden, NRW und der Nordhälfte Deutschlands. Drei Menschen wurden in den Niederlanden durch herabstürzende Bäume erschlagen, unter ihnen ein Radfahrer.

Bei einem tragischen Unfall im irischen Ballythomas wurde ein städtischer Angestellter bei einem Hilfseinsatz von einem Ast erschlagen.

Bis Montag soll es in Deutschland stürmisch bleiben. Zeynep ist nach Ylenia das zweite schwere Sturmtief, das binnen weniger Tage durch Deutschland zieht.

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