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Euronews vor Ort in Kiew: "Wut auf Putin ist groß"

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Von Valérie Gauriat
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Euronews vor Ort in Kiew: "Wut auf Putin ist groß"
Copyright  Emilio Morenatti/Associated Press

Euronews-Reporterin Valérie Gauriat ist vor Ort in Kiew. Sie filmte vor ihrem Hotel, denn sie darf sich nicht entfernen. Sie erklärt:

"Samstag, ab 17 Uhr wurde eine neue Ausgangssperre verhängt, ich konnte mich 2 bis 3 Meter von meinem Hotel entfernen, aber diese Ausgangssperre gilt bis Montagmorgen und jeder, der am Sonntag in der Stadt spazieren geht, wird als Saboteur betrachtet. 

Die Stadt steht total still, alles ist menschenleer, auch schon weit vor 17 Uhr, Geschäfte, Restaurants, Bars, Kioske, alles ist geschlossen, bis auf ein paar Geschäfte, die offen bleiben, damit sich die Leute eindecken können , übrigens, die einzigen Menschen, die man auf den Straßen von Kiew sieht, im Stadtzentrum, rund um den Maiden-Platz, sind Menschen, die Plastiktüten tragen, voll mit dem Nötigsten.

Die Schlinge zieht sich zu um die Stadt Kiew. In der vorigen Nacht war ein Wohnhaus bombardiert worden, zwei Menschen getötet, Menschen sollen im Schlaf bei lebendigem Leib verbrannt und sechs Menschen sollen verletzt worden sein. 

Von den Behörden wurde eine neue Hotline eingerichtet, die Menschen anrufen können, Menschen, die ihre Lieben suchen, die wissen müssen, ob ihre Lieben leben, ob sie Kriegsgefangene sind. Die Angst ist groß. Die Menschen erwarten jeden Moment eine Invasion der Hauptstadt.

Auch die Wut ist groß. Natürlich gegen Russland und insbesondere gegen Wladimir Putin, aber auch gegen die internationale Gemeinschaft, von der mir alle gesagt haben, dass die Maßnahmen, die Sanktionen zu spät ergriffen wurden und nicht ausreichen. Es muss mehr getan werden. 

Und sie alle flehten, ich kann keine besseren Worte finden, flehten die internationale Gemeinschaft und insbesondere die Europäische Union an, mehr, schneller und stärker gegen Putins Regime vorzugehen, um eine Katastrophe zu verhindern, von der sie alle sagen, dass sie nicht nur die Ukraine betrifft, sondern ganz Europa und noch mehr die ganze Welt."