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Selenskyj spricht zum irischen Parlament: Russland setzt Hunger als Waffe ein

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Von Frank Weinert
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Selenskij sprach zum irischen Parlament
Selenskij sprach zum irischen Parlament   -   Copyright  STR/AFP or licensors

Stehende Ovationen begleiteten die Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor dem irischen Parlament - noch immer unter dem Eindruck des mutmaßlichen Massakers in Butscha. Die Bilder von Leichen auf den Straßen tragen zur weiteren Isolierung Russlands auf der internationalen Bühne bei: China und Indien fordern eine gründliche Untersuchung der Geschehnisse.

Selenskyj fand deutliche Worte für die offensichtlichen Kriegsverbrechen in seinem Land: "Tatsache ist, dass der russische Besatzer Menschen auf der Straße tötete, als sie versuchten, aus der blockierten Stadt zu entkommen. Tatsache ist, dass die russischen Soldaten nicht einmal versucht haben, diese Leichen von den Straßen zu entfernen, während Butscha und Irpin besetzt waren, dass die Toten einfach auf der Straße lagen".

Selenskyj dankte Irland für die Unterstützung des ukrainischen Volkes und bat darum, sich für eine Verschärfung der westlichen Sanktionen gegen Russland einzusetzen: "Einige Verantwortliche, politisch Verantwortliche, Wirtschaftsbosse, denken immer noch, dass Krieg und Kriegsverbrechen nicht so schlimm sind wie finanzielle Verluste. Ich bin sicher, dass sich dieses Denken ändern wird."

Wolodymyr Selenskyj beschuldigte Russland, Hunger als Kriegswaffe einzusetzen, Städte zu belagern, ohne Nachschub zuzulassen und Lebensmittellager zu bombardieren.