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Blutiger Ostermontag in der Westukraine: Mindestens 7 Tote in Lwiw

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Von Euronews  mit AP, AFP
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Bombardierung von Lwiw in der Ukraine am Ostermontag
Bombardierung von Lwiw in der Ukraine am Ostermontag   -   Copyright  Anadolu

Der Gouverneur von Lwiw im Westen der Ukraine hat am Ostermontag erklärt, dass bei den russischen Bombenangriffen auf die Stadt mindestens sieben Menschen getötet und elf weitere verletzt wurden. Darunter sei auch ein Kind, schrieb der Bürgermeister von Lwiw, Andrij Sadowyj, in einem Facebook-Eintrag.

Während der Gouverneur von fünf Einschlägen berichtet, waren es laut des Bürgermeisters vier Einschläge. Die Journalistin Emmanuelle Chaze schrieb vor Ort via Twitter, vier Menschen seien bei dem Angriff in einem Kfz-Betrieb in Lwiw getötet worden. Zum Zeitpunkt des Einschlags hätten sich zehn Menschen in dem Betrieb aufgehalten. Fenster eines nahen Hotels seien durch die Detonation zersplittert.

Chaze schrieb auf Twitter unter Berufung auf den ranghöchsten Militärvertreter in der Oblast Lwiw, Maksym Kozytskyy, auch, die Zahl der Todesopfer durch die Attacken in Lwiw habe sich auf sieben erhöht. Diese Angaben sind nicht überprüfbar.

Bürgermeister: "Der Feind geht brutaler vor"

Bürgermeister Sadovyi sagte nach den Angriffen: "Heute gibt es keine sicheren oder unsicheren Orte mehr in der Ukraine. Der Feind geht brutaler vor. Attacken auf zivile Ziele werden zunehmen. Das wird bereits in den Städten in der Ostukraine deutlich."

Drohen der Metropole, deren Altstadt zum UNESCO-Welterbe, zählt, schon bald ähnlich apokalyptische Zustände wie in den ostukrainischen Großstädten? Lwiw hat sich seit Kriegsbeginn zu einem Sammelbecken und Drehkreuz für Schutzsuchende aus der ganzen Ukraine, aber auch für ausländische Waffenlieferungen entwickelt.

Die jüngsten Luftangriffe, die von Kampfjets über dem Kaspischen Meer durchgeführt worden sein sollen, galten auch einem zivilen Kfz-Betrieb in Lwiw, in dem vier Mitarbeitende getötet wurden. Ferner seien Raketen auch in der Nähe von Bahnobjekten niedergegangen, erklärte der ukrainische Eisenbahnchef Olexander Kamyschin

Es gab nicht nur Bombenangriffe in der Stadt Lwiw. Russlands Armee hat im Krieg gegen die Ukraine am Ostermontag auch die Hauptstadt Kiew, Mariupol und Dnipropetrowsk bombardiert.

Nach dem Untergang des Flaggschiffs der russischen Schwarzmeerflotte am Gründonnerstag hatte Russland die Luftangriffe auf andere Landesteile der Ukraine als den Osten wieder aufgenommen. Zuvor galt als Kriegsstrategie, dass Moskau vor allem den Donbas mit den Regionen Donezk und Luhansk vollständig unter russische Kontrolle bringen will.

Für die Vormachtstellung im Osten ist die Stadt Mariupol strategisch wichtig. Die Hafenstadt ist seit Wochen von russischen Truppen eingekesselt und steht offenbar kurz vor der Einnahme durch die russischen Streitkräfte.