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Polen: Osterbrot gegen Flüchtlings-Schrecken

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Von su  mit AP, AFP
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Der Flüchtlingsstrom aus der Ukraine reißt nicht ab: Auch während der Osterfeiertage nahmen Menschen Abschied im Bahnhof Saporischschja, von wo sich Flüchtende vor den tödlichen Kämpfen in Sicherheit bringen. Regierungsstellen hatten kürzlich russische Streitkräfte beschuldigt, gezielt Flüchtlings-Infrastruktur wie Bahnhöfe und Busse anzugreifen.

Laut Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen haben inzwischen 4.869.019 Ukrainer das Land wegen der russischen Invasion im Februar verlassen – 32.574 mehr seit Samstag.

Mehr als die Hälfte (2.6 Millionen) rettete sich nach Polen, einige auch während der katholischen Osterfeierlichkeiten in der Nähe von Przemyśl (Medyka).

Marina Voloshyna aus Odessa:

„Wir wollen irgendwann wieder nach Hause. Wir wollen ein friedliches Leben für unsere Stadt. Aber wir wissen nicht, wie das gehen könnte. Wir wissen nicht, wie man Putin stoppen kann. Trotzdem wollen wir in ein oder zwei Monaten zurück, wir hoffen’s jedenfalls."

OSTERESSEN

Auf der polnischen Seite versuchten Helfer durch ein traditionelles Osteressen die Stimmung zu heben. 

Agnieszka Kuszaj, Sanitäterin aus Warschau, Freiwillige in Medyka:

„Dieses Osterfest ist ganz anders als die vergangenen Ostern, weil viele Menschen in einer lebensbedrohlichen Lage sind. Sie haben ihre Heimat verloren. Sie suchen Zuflucht in unserem Land. Deshalb wollen wir ein bisschen Heimat geben, ein bisschen festliche Stimmung, um für einen Moment all den Schrecken zu vergessen, Jesus ist ja auch auferstanden und das kann Glück und Hoffnung geben."

PAPST ZITIERT ANTI-ATOMWAFFEN-MANIFEST

Papst Franziskus rief am Ostersonntag auf dem Petersplatz im Vatikan beim traditionellen Urbi et Orbi-Segen während dieses „Kriegs-Osterns“ zum Frieden in der Ukraine auf.

In einem klaren Verweis auf ein Atomkriegs-Risiko sagte Franziskus: „‚Werden wir der Menschheit ein Ende setzen oder sollte die Menschheit auf Krieg verzichten?“ – hat er im Anti-Atomwaffen-Manifest des Philosophen Bertrand Russell und des Physikers Albert Einstein aus dem Kalten Krieg gefunden. Der Text ist 67 Jahre alt.

su mit AFP, AP