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In Bagdad kommt es erneut zu Sandstürmen

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Von Katharina Sturm
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Sandsturm in Bagdad
Sandsturm in Bagdad   -   Copyright  AFP

Iraks Hauptstadt Bagdad ist erneut von einem Sandsturm heimgesucht worden. Mehrere Flughäfen mussten ein vorübergehendes Flugverbot verhängen, da die Sicht stark eingeschränkt ist. Bereits Anfang April mussten Dutzende Menschen wegen mehrerer Sandstürme ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Das Wetterphänomen tritt immer häufiger auf - aktuell gibt es 120 Sandstürme pro Jahr. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen progrnostiziert, dass es bis zum Jahr 2026 bis zu 300 Sandstürme jährlich kommen wird. Die Zunahme dieser Stürme ist auf den Rückgang der irakischen Wasserressourcen zurückzuführen. Im Irak bedroht die Wüstenbildung 70 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen.

Die Sandstürme führen zu zunehmender Besorgnis, da es vermehrt zu gesundheitlichen Problemen für die irakische Bevölkerung führen wird. Insbesondere Menschen mit Asthma und anderen Atemwegserkrankungen sind davon stark betroffen.

Laut einer vom irakischen Gesundheits- und Umweltministerium in Zusammenarbeit mit internationalen Experten durchgeführten Studie wird es im Irak im nächsten Jahrzehnt zu weiteren Dürren, Wüstenbildung und Überschwemmungen kommen.

Das regionale Klima im Irak hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Ein Großteil von Flächen des Landes wurden in den letzten Jahrzehnten durch die enorme Dürre unfruchtbar und trocken. Grund dafür ist einerseits die Erderwärmung, aber auch die Landwirtschaft spielt keine kleine Rolle. Denn in der Landwirtschaft kommt es vorallem zu Misswirtschaft beim Wasserhaushalt. Der Anbau von Baumwolle wird im Irak staatlich gefördert. Baumwollanbau ist jedoch extrem wasserintensiv.

Auch die unzähligen Sprengköpfe, die in den Kriegen im Irak und Syrien verwendet werden, haben fast die komplette oberste Erdschicht zerstört, sodass diese nun nicht mehr kompakt ist und somit eine Substanz für die Winderosion ist.