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Nato-Türkei-Konflikt: Schafft Biden heute die Wende?

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Von Euronews mit dpa, AP
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch im Parlament in Ankara
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch im Parlament in Ankara   -   Copyright  AP/Turkish Presidency

Schweden und Finnland stehen eigentlich Gewehr bei Fuß für den Nato-Beitritt, aber auf die Übergabe der offiziellen Anträge beider Länder folgte erstmal ein Rückschlag. Die Türkei machte Ernst mit ihren Drohungen und blockierte im Nato-Rat zunächst den eigentlich angestrebten beschleunigten Beginn der Beitrittsgespräche.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft beiden Ländern die Unterstützung von Terrororganisationen vor und erläuterte die Bedenken in Ankara vor Abgeordneten seiner AK-Partei: "Die Erweiterung der NATO ist für uns angemessen, solange sie unsere Empfindlichkeiten respektiert. Es ist, sagen wir, zumindest inkonsequent, der Terrororganisation PKK/YPG jede Art von Unterstützung zu gewähren und uns gleichzeitig um Unterstützung für die NATO-Mitgliedschaft zu bitten."

USA üben sich in Zurückhaltung

In New York bekräftigte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu seine Bedenken gegenüber seinem US-Amtskollegen Antony Blinken: "Die Türkei hat die Politik der offenen Tür der NATO schon vor diesem Krieg unterstützt. Wissen Sie, wir haben aber auch berechtigte Sicherheitsbedenken, dass sie terroristische Organisationen unterstützen."

Blinken reagierte nicht direkt auf die türkische Blockadehaltung, sondern lobte im Allgemeinen die Kooperation: "Die Türkei und alle unsere Verbündeten haben die Ukraine entschlossen unterstützt. Und wir wollen, dass diese russische Aggression ein Ende hat. Ich bin dankbar für die Solidarität, die wir gezeigt haben, die die Türkei in diesem Bemühen gezeigt hat."

Auf seinem Twitter-Account ging Blinken gar nicht auf das Treffen mit seinem türkischen Kollegen ein. Er begrüße die Aufnahme des 31. und  des 32. Mitgliedslandes.

An diesem Donnerstag gehen die Bemühunge zur Entschärfung der Lage auf höchster Ebene weiter. US-Präsident Joe Biden empfängt die schwedische egierungschefin Magdalena Andersson und den finnischen Präsidenten Sauli Niinistö. Die US-Regierung blieb zuversichtlich, eine Lösung des Konflikts zu finden.