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"Karawane" in Mexiko: Tausende Menschen auf der Flucht in die USA

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Von Euronews  mit dpa, AP
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Tausende von Menschen sammeln sich im Süden Mexikos, um gemeinsam weiterzuziehen
Tausende von Menschen sammeln sich im Süden Mexikos, um gemeinsam weiterzuziehen   -   Copyright  Isabel Mateos/The Associated Press

Im Süden Mexikos, an der Grenze zu Guatemala, haben sich Tausende Menschen zusammengefunden, die sich gemeinsam auf den Weg nach Norden machen. Die meisten von ihnen stammen aus Venezuela und versuchen, sich in die USA durchzuschlagen. Dort wird am Mittwoch der Amerika-Gipfel in Los Angeles eröffnet, ein guter Zeitpunkt für die Flüchtlinge, auf ihre Notlage aufmerksam zu machen.

"Was ich von den USA verlange? Dass sie uns helfen, dass sie uns unterstützen. So viele Dinge: dass sie nach Venezuela gehen und die Situation dort lösen. Wir wären sehr glücklich, in unsere Heimat zurückzukehren, das ist es, was mir am meisten fehlt: nach Hause zurückzukehren", sagt eine Frau aus Venezuela.

Eine andere sagt: "Es war fürchterlich durch den Dschungel zu laufen. Aber wir tun das, damit unsere Kinder und wir eine bessere Lebensqualität haben. Es ist schrecklich, in Venezuela zu leben. Wenn es uns dort gut ginge, hätten wir unser Land nicht verlassen. Es ist sehr schwer, diese Reise ist sehr sehr hart."

Auf dem Amerika-Gipfel soll unter anderem ein Migrationsabkommen erarbeitet werden. Allerdings wurden einige der mittel-und südamerikanischen Länder, wie Nicaragua, Kuba oder Venezuela, aus denen viele Menschen fliehen, gar nicht eingeladen. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hatte daraufhin aus Protest seine Teilnahme abgesagt.

Die Karawane brach nur wenige Stunden vor der Ankündigung des mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador auf, er werde nicht am Amerika-Gipfel teilnehmen, weil die US-Regierung Kuba, Venezuela und Nicaragua nicht zur Teilnahme eingeladen habe. Mexiko ist eines der wichtigsten Partnerländer der USA in Migrationsfragen.

Flüchtlinge, die nach Mexiko kommen, müssen dort zunächst ein humanitäres Visum beantragen, mit dem sie sich frei durch das Land bewegen können. Seit Monaten beschweren sich Migrant:innen und Asylsuchende darüber, dass die mexikanische Strategie, sie im südlichsten Teil des Landes festzuhalten, ihren Traum, die Vereinigten Staaten zu erreichen, zunichte macht.

Das Phänomen der sogenannten "Migrantenkarawanen" kam 2018 auf. Sie zogen durch Mexiko, um auf die Notlage von Migranten aufmerksam zu machen, ohne das erklärte Ziel, die Grenze zu den USA zu erreichen.

Zwar haben die "Karawanen" die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen, allerdings stellen die in ihnen reisenden Menschen nur einen winzigen Bruchteil des Migrationsstroms dar, der täglich Tausende Menschen an die US-Grenze bringt, in der Regel mit Hilfe von Schmugglern.