Angriff auf Einkaufszentrum in Ukraine: Videos widerlegen Russlands Theorie

Explosion in Krementschuk
Explosion in Krementschuk Copyright Von der ukrainischen Regierung veröffentlichtes Video
Von Euronews mit AFP, AP, The Guardian
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Moskau behauptet Russlands Armee habe ein Waffenlager in Krementschuk in der Ukraine bombardiert - doch Experten halten diese Angabe für falsch.

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Nach dem verheerenden Angriff auf das Einkaufszentrum in Krementschuk, bei dem mindestens 20 Menschen getötet wurden, widersprechen unabhängige Experten den russischen Erklärungen, ein Waffenlager sei Ziel des Angriffs gewesen.

Die ukrainische Regierung hat mehrere Videos der Bombardierungen - offenbar mit russischen x-22-Cruise Missiles - veröffentlicht. Ein Video zeigt auch, wie Menschen in einem Park versuchen, sich vor den Angriffen in Sicherheit zu bringen. Einige springen in einen See.

In sozialen Medien vorgezeigte Kassenzettel belegen auch, dass das Einkaufszentrum - anders als von Russland behauptet - geöffnet war. Davon berichtet auch der britische GUARDIAN.

Auch die Investigativ-Plattform Bellingcat hält Russlands Aussagen zum Angriff auf Krementschuk für wenig glaubwürdig.

Doch in Moskau wurde weiter die Theorie verbreitet, die heftige Explosion sei durch dort gelagerte Waffen, die der Westen an die Ukraine geliefert habe, ausgelöst worden. 

Außenamtssprecherin Maria Sacharowa machte dem Westen deshalb erneut Vorwürfe wegen der Waffenlieferungen an die Ukraine.

Laut Beobachtern des Donbas ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Russlands Truppen die eingekesselte Stadt Lyssytschansk einnehmen können. 

Doch nicht nur im Osten wird gekämpft - auch die Bombenangriffe auf Charkiw und Mykolajew dauern an. Bei der Bombardierung von Wohnungen wurden an diesem Mittwoch mindestens vier Menschen getötet.

An diesem Mittwoch haben Russland und die Ukraine laut ukrainischen Angaben den bislang größten Gefangenenaustausch realisiert. Dabei seien144 ukrainische Soldaten befreit worden - darunter 95 Asow-Kämpfer aus dem Azovstal-Stahlwerk in Mariupol, erklärte die Geheimdienstabteilung des ukrainischen Verteidigungsministeriums auf Telegram.

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