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Hitzewelle mit tropischen Nächten über 25°: Alarmstufe ROT in Spanien und Portugal

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Von Euronews  mit AFP, AP
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Die Hitzewelle hat die Iberische Halbinsel erreicht: Touristinnen und Touristen in Lissabon
Die Hitzewelle hat die Iberische Halbinsel erreicht: Touristinnen und Touristen in Lissabon   -   Copyright  Armando Franca/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Fast ganz Europa ächzt unter den steigenden Temperaturen. Wegen der zweiten Hitzewelle in diesem Jahr herrscht in vielen Regionen Spaniens herrscht Alarmzustand. 

Sogar in Deutschland drohen Temperaturen von über 40 ° - ausgelöst durch ein Azorenhoch.

 ARD-Meteorologe Karsten Schwanke warnt sogar vor über 45° nach dem kommenden Wochenende - laut GFS-Modell könnte es am Dienstag 45 ° C heiß werden - beispielsweise in Köln.

Die französische Regierung hat einen Notfallplan in Kraft gesetzt. Météo France rechnete mit Temperaturen von 36° C im Süden und im Westen Frankreichs und über 38 ° C im Rhône-Tal.

"Höllische Nächte" in Spanien

In Spanien wurden die höchsten Temperaturen in Andalusien und Extremadura erwartet. Doch auch das nördliche Galicien ist von außergewöhnlicher Hitze betroffen. Auch dort sollte es bis zu 42° C heiß werden - El Pais berichtet nicht nur von tropischen, sondern von geradezu höllischen Nächten mit Tiefstwerten über 25° C.

Ein Spanier sitzt in einem Café und stöhnt: "Ich weiß nicht, zu welcher Tageszeit ich rausgehen soll, weil es die ganze Zeit so heiß ist."

In den kommenden Tagen soll es in ganz Spanien mehr als 35 Grad warm werden - vielerorts über 40 Grad.

Auf der Grafik des EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus wird die Gefahr von Waldbränden violett angezeigt. Besonders groß ist die Gefahr in Spanien und Portugal, aber auch in Frankreich, Italien, Kroatien, Ungarn, Griechenland und der Türkei drohen nach der Dürre Wälder in Flammen aufzugehen.

In Portugal sind in dieser Woche bereits an die 30 Menschen durch Waldbrände verletzt worden.

Wegen der Feuer gilt im ganzen Land bis Freitag ein Ausnahmezustand, da die Temperaturen außergewöhnlich hoch sind und die Gefahr weiterer Brände steigt.

Wer sich nicht an die Regeln hält und beispielsweise widerrechtlich Maschinen zur landwirtschaftlichen Arbeit einsetzt), der kann strafrechtlich verfolgt werden.

Hitzewellen sind tödlichstes Wetterextrem

Die in Großbritannien tätige Klimaforscherin Dr. Friederike Otto erklärt, dass Hitzewellen mit Abstand das tödlichste Extrem in Europa darstellen. Und sie konstatiert, dass die Temperaturen niedriger wären, wenn wir keine fossilen Brennstoffe mehr verbrennen, d.h. auf Kohle, Erdgas, Benzin, Diesel etc. verzichten würden.

In Rom haben Brände riesige Rauchschwaden und Ascheregen verursacht - hinter den Feuern werden kriminelle Aktivitäten vermutet.

Das Schweizer Fernsehen empfiehlt, sich angesichts der Hitze in Flüssen oder Seen abzukühlen.